Holzschädlings-Bekämpfung in Ostwestfalen-Lippe
Kleine Löcher in der Dachbalkenlage, feines Bohrmehl auf dem Dielenboden, ein Sparren, in den sich der Schraubendreher zu weit eindrücken lässt: Holzschädlinge arbeiten jahrelang unbemerkt im Inneren des Bauteils. Wir bestimmen die Art, prüfen ob der Befall noch aktiv ist, und legen erst danach das Verfahren fest.
Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 35 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.
Holzbefall melden
Wo Sie die Löcher oder das Bohrmehl entdeckt haben, an welchem Bauteil und in welchem Ort — mehr brauchen wir für einen Terminvorschlag nicht.
Womit Sie es zu tun haben: Holzschädlinge im Gebäude
„Holzwurm“ ist ein Sammelbegriff, unter dem sehr unterschiedliche Verursacher zusammengefasst werden. Für die Holzschädlings-Bekämpfung ist die Unterscheidung entscheidend: Sie bestimmt, ob eine Behandlung des Bauteils genügt, ob Holz ausgetauscht werden muss oder ob zuerst eine Feuchtequelle abgestellt gehört.
| Merkmal | Hausbock | Gemeiner Nagekäfer („Holzwurm“) | Echter Hausschwamm |
|---|---|---|---|
| Was befällt er | Splintholz von Nadelholz: Fichte, Kiefer, Tanne. Typisch im Dachstuhl und in Balkenlagen jüngeren Datums | Splintholz von Nadel- und Laubholz. Häufig in Dielen, Treppen, Möbeln, Verkleidungen und Dachlatten | verbautes Nadel- und Laubholz an dauerhaft feuchten Stellen; wächst auch über Mauerwerk und Putz hinweg |
| Ausflugloch | oval, etwa 5 – 10 mm, ausgefranste Ränder | rund, etwa 1 – 2 mm, scharfkantig | kein Ausflugloch — Pilz, kein Insekt |
| Bohrmehl | grob, kreidig, mit walzenförmigen Kotpartikeln; rieselt oft erst bei Erschütterung | fein und sandig, in kleinen Häufchen unter dem Loch | kein Bohrmehl; stattdessen watteartiges weißes Myzel, später graue Stränge |
| Schadbild am Holz | Fraßgänge längs zur Faser, Splint bleibt außen als dünne Schale stehen, Oberfläche wirkt wellig | dichtes Netz feiner Gänge nahe der Oberfläche, Bauteil wird nach und nach mürbe | Würfelbruch: das Holz reißt längs und quer, dunkelt nach und lässt sich zerbröseln |
| Hörbare Zeichen | knirschendes, unregelmäßiges Fraßgeräusch der Larven, besonders in warmen Sommermonaten | meist unhörbar; verwandte Arten erzeugen ein leises Klopfen im Frühjahr | keine Geräusche; oft muffig-erdiger Kellergeruch |
| Aktivität | Larvenentwicklung über mehrere Jahre im Holz, Käferflug im Hochsommer | Larvenentwicklung meist zwei bis vier Jahre, Käferflug im Frühsommer | ganzjährig aktiv, solange Feuchte vorhanden ist; kann Trockenphasen überdauern |
| Voraussetzung | trockenes bis mäßig feuchtes Holz genügt — deshalb auch in intakten Dachstühlen | etwas erhöhte Holzfeuchte, typisch in unbeheizten oder ungelüfteten Räumen | dauerhafte Durchfeuchtung: undichtes Dach, Leckage, aufsteigende Feuchte, Wasserschaden |
| Risiko | Tragfähigkeit von Sparren, Pfetten und Balken kann erheblich sinken, ohne dass es von außen sichtbar ist | meist Substanzverlust an Ausbau- und Einrichtungsholz; bei starkem Befall auch an tragenden Teilen | höchstes Risiko: großflächige Schäden an Konstruktionsholz, Ausbreitung in angrenzende Bauteile |
Warum die Artbestimmung am Anfang steht
Ein rundes Zwei-Millimeter-Loch in einer Eichendiele und ein ovales Achter-Loch in einem Kiefernsparren führen zu völlig verschiedenen Maßnahmen. Beim Nagekäfer geht es oft um ein einzelnes Bauteil, beim Hausbock um die Statik eines ganzen Dachstuhls, beim Echten Hausschwamm zuerst um die Frage, woher das Wasser kommt. Eine Holzschädlings-Bekämpfung, die vor dieser Klärung beginnt, behandelt im besten Fall zu viel und im schlechteren die falsche Stelle. Anders als bei der übrigen Schädlingsbekämpfung geht es hier nicht um ein Tier im Raum, sondern um die Substanz des Bauteils selbst.
Der Fachwerk- und Altbaubestand in Lemgo, Detmold und im Kreis Höxter macht das in Ostwestfalen-Lippe zur Regel statt zur Ausnahme: gewachsene Konstruktionen, nachträglich ergänzte Balken, Anschlüsse zwischen Alt- und Anbau, dazu Eichenständer neben jüngerem Nadelholz. In solchen Gebäuden finden wir regelmäßig alte, längst inaktive Fraßbilder direkt neben frischem Befall — beides zu unterscheiden ist der eigentliche Kern der Untersuchung.
Woran Sie den Befall erkennen
Fünf Merkmale, die sich ohne Fachkenntnis prüfen lassen. Treffen zwei oder mehr davon zu, sollten Sie das Bauteil bewerten lassen, bevor die Tragfähigkeit betroffen ist.
Ausfluglöcher im Holz
Runde Löcher von ein bis zwei Millimetern sprechen für den Gemeinen Nagekäfer, ovale Löcher von fünf bis zehn Millimetern mit ausgefransten Rändern für den Hausbock. Markieren Sie die Löcher mit einem Bleistiftkreis: Kommen in den Wochen danach neue hinzu, ist der Befall aktiv.
Frisches Bohrmehl
Helle, sandige Häufchen unter Balken, auf Dielen oder auf Fensterbänken. Feines Mehl deutet auf den Nagekäfer, grobes kreidiges Mehl mit walzenförmigen Kotteilchen auf den Hausbock. Wischen Sie eine Stelle sauber und schauen Sie nach zwei Wochen erneut nach — nur nachrieselndes Mehl belegt aktiven Befall.
Knirschende Fraßgeräusche
In stillen Sommernächten unter dem Dach hörbar: ein unregelmäßiges Knirschen oder Raspeln aus dem Inneren des Balkens, typisch für Hausbocklarven. Das Geräusch setzt aus, sobald man an das Holz klopft, und beginnt kurze Zeit später erneut.
Würfelbruch und Myzel
Holz, das in würfelartige Stücke zerfällt, dunkel verfärbt ist und sich zwischen den Fingern zerbröseln lässt, weist auf einen Pilzbefall hin. Weiße, watteartige Beläge, später graue strangartige Ausläufer über Putz oder Mauerwerk, sind Anzeichen für den Echten Hausschwamm — hier ist Eile geboten.
Weiches Holz an der Sondierprobe
Lässt sich ein Schraubendreher an Balkenkopf, Schwelle oder Auflager mehrere Millimeter ohne Kraft eindrücken, ist der Querschnitt bereits geschwächt. Prüfen Sie besonders die Stellen, an denen Holz auf Mauerwerk trifft, sowie Traufbereiche und Anschlüsse an Kaminen und Gauben.
Wie dringend ist Ihr Fall?
Nicht jedes Loch im Holz braucht denselben Zeitplan. Diese Einordnung hilft Ihnen einzuschätzen, ob ein regulärer Termin genügt oder ob es schneller gehen sollte.
Beobachten — Termin in dieser Woche
Einzelne alte Löcher in einem Möbelstück, einer Diele oder einer Verkleidung, kein frisches Bohrmehl, das Holz ist fest. Ein regulärer Termin genügt. Bis dahin: Löcher markieren, eine Stelle sauber wischen und beobachten, den Raum trocken und gelüftet halten.
Zügig handeln — Termin in ein bis zwei Tagen
Frisches Bohrmehl unter tragenden Balken, ovale Ausfluglöcher im Dachstuhl, hörbarer Fraß, feuchte Stellen an Balkenköpfen. Hier arbeitet der Befall an der Konstruktion. Jede Saison, die vergeht, vergrößert den Querschnittsverlust und damit den Aufwand der Sanierung.
Sofort — Notdienst
Sichtbar durchgebogene oder abgesackte Balken, Würfelbruch an Auflagern, watteartiges Myzel nach einem Wasserschaden, betroffene Decken über Wohn- oder Betriebsräumen. Hier zählt jede Stunde, weil auch die Standsicherheit berührt sein kann. Der Notdienst-Zuschlag von 129 € wird Ihnen genannt, bevor wir losfahren.
Regionale Schwerpunkte in Ostwestfalen-Lippe
- Fachwerk- und Altbaubestand in Lemgo, Detmold und im Kreis Höxter: gewachsene Dachstühle, Eichenständer, Schwellen dicht über dem Erdreich und nachträglich ergänztes Nadelholz. Hier trifft man alte und frische Fraßbilder oft im selben Bauteil an.
- Landwirtschaft und Lebensmittelbetriebe prägen die Kreise Gütersloh und Paderborn. In Scheunen, Futterlagern und Maschinenhallen stehen große Nadelholzquerschnitte, die selten kontrolliert werden — und in sensiblen Betrieben gehört die Behandlung in dieselbe Dokumentation wie die übrige Schädlingsbekämpfung.
- Weserlage und Mittellandkanal bei Minden und Porta Westfalica: Keller, Erdgeschossdecken und Lagerflächen in Wassernähe haben oft ein höheres Feuchteniveau — die Ausgangslage, in der holzzerstörende Pilze überhaupt erst Fuß fassen.
- Teutoburger Wald und Senne reichen bis an die Wohnbebauung von Bielefeld, Detmold und Herford. In den Randlagen finden sich viele ältere Holzbauten, Carports, Gartenhäuser und offene Dachkonstruktionen mit verbautem Nadelholz.
- Gastronomie und Altstadt in Bielefeld sowie in den historischen Kernen von Lemgo und Detmold: Holztreppen, Zwischendecken und Ausbauten in dichter Blockrandbebauung. Weil Bauteile hier durch mehrere Einheiten laufen, muss der Befund über die Wohnungsgrenze hinaus betrachtet werden.
Vom Anruf bis zum gesicherten Bauteil
Fünf Schritte, an jedem Punkt wissen Sie, was als Nächstes passiert und was es kostet. Kosten entstehen erst, wenn Sie das schriftliche Angebot freigeben.
Kontakt
Telefon, WhatsApp oder Formular. Wir fragen nach Bauteil, Holzart, Lochbild, Bohrmehl und Baujahr und ordnen den Fall schon am Telefon grob ein. Fotos helfen dabei erheblich.
Erstinspektion
Vor Ort bestimmen wir die Art, sondieren Balkenköpfe, Auflager und Anschlüsse, messen die Holzfeuchte und klären die zentrale Frage: aktiver Befall oder Altschaden. Die Inspektion kostet nichts; berechnet wird nur die Anfahrtspauschale von 35 €.
Schriftliches Angebot
Sie erhalten einen Befundbericht mit Lageskizze der betroffenen Bauteile sowie ein Angebot mit Verfahren, Umfang, Material und Endsumme — schriftlich und bevor irgendetwas ausgeführt wird.
Behandlung
Nach Ihrer Freigabe werden befallene Bereiche freigelegt, entrindet und abgebeilt, zerstörtes Holz entfernt und die verbleibenden Querschnitte mit zugelassenen Holzschutzmitteln behandelt. Wo die Statik betroffen ist, arbeiten wir mit einem Zimmereibetrieb zusammen.
Vorbeugung
Zum Abschluss geht es an die Ursache: Feuchtequellen abstellen, Dach- und Anschlussdetails prüfen, Belüftung von Kriechkellern und Dachräumen verbessern, Kontrolltermine festlegen. Ohne diesen Schritt kommt der nächste Befall von selbst zurück.
Womit wir arbeiten — und warum das Verfahren vom Befund abhängt
Am Anfang steht immer die Ursachenklärung. Holzzerstörende Insekten und Pilze brauchen bestimmte Bedingungen; ohne deren Beseitigung ist jede Behandlung nur eine Zwischenlösung. Konkret heißt das: undichte Ziegel, defekte Anschlüsse, Leckagen und aufsteigende Feuchte kommen zuerst an die Reihe, danach das Holz. Der fachliche Rahmen dafür ist die Normenreihe DIN 68800 (Holzschutz), deren Teil 4 die Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen behandelt.
Bei der eigentlichen Holzschädlings-Bekämpfung kombinieren wir mechanische Arbeiten — Freilegen, Abbeilen des zerstörten Splints, Ausbau nicht mehr tragfähiger Abschnitte — mit einer Behandlung durch zugelassene Holzschutzmittel, die je nach Bauteil gestrichen, gesprüht oder als Bohrlochtränkung eingebracht werden. Bei großflächigen Befällen an Konstruktionsholz oder bei denkmalgeschützter Substanz ziehen wir spezialisierte Fachbetriebe für Heißluft- oder Begasungsverfahren hinzu und begleiten die Maßnahme. Beim Echten Hausschwamm gehört zusätzlich das angrenzende Mauerwerk untersucht, weil der Pilz darin weiterwachsen kann.
Für Gewerbe- und Verwaltungsobjekte führen wir ein Objektprotokoll mit Lageplan der behandelten Bauteile, Feuchtemesswerten und Kontrollterminen. Betriebe und Hausverwaltungen in Gütersloh, Paderborn und Minden nutzen diese Dokumentation regelmäßig gegenüber Versicherern und Eigentümergemeinschaften. Ein Kammerjäger aus unserem Einsatzteam übernimmt die Kontrolltermine im vereinbarten Rhythmus.
Was die Holzschädlings-Bekämpfung in OWL kostet
Holzschäden lassen sich nicht seriös nach Pauschalen kalkulieren: Umfang, Zugänglichkeit und Bauteilquerschnitt entscheiden. Deshalb weisen wir die Leistung nach Befund aus. Die Tabelle zeigt, welche Größen in die Kalkulation eingehen. Eine Übersicht zu allen anderen Schädlingen finden Sie auf der Seite Preise & Kosten.
| Leistung | Orientierungspreis | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|
| Befundaufnahme und Artbestimmung | im Termin enthalten | Teil der Erstinspektion; berechnet wird nur die Anfahrtspauschale |
| Holzwurm — einzelnes Bauteil, Möbel, Diele | nach Befund | Zahl und Größe der betroffenen Teile, Holzart, ob eine Oberfläche erhalten bleiben soll, Aufwand für Demontage |
| Hausbock — Dachstuhl Einfamilienhaus | nach Befund | Zahl und Querschnitt der befallenen Sparren und Pfetten, Zugänglichkeit des Dachraums, Umfang von Freilegen und Abbeilen, Dämmung im Weg |
| Balkenlage, Decke, Fußbodenkonstruktion | nach Befund | Fläche, Öffnen von Belägen und Verkleidungen, Zahl der Balkenköpfe an Außenwänden, Wiederherstellung |
| Fachwerk und denkmalgeschützte Substanz | nach Befund | Erhaltungsanspruch, Abstimmung mit Denkmalbehörde und Zimmerei, Zugänglichkeit von Ständern, Schwellen und Riegeln |
| Echter Hausschwamm — Sanierungsbegleitung | nach Befund | Ausdehnung im Holz und im Mauerwerk, Trocknungsbedarf, Umfang des Bauteilaustauschs, erforderliche Nachkontrollen |
| Gewerbe, Landwirtschaft, Halle, Scheune | nach Besichtigung | Objektgröße, Zahl der Binder und Sparrenfelder, Arbeiten in Höhe mit Gerüst oder Hubsteiger, Dokumentationsanforderungen |
| Ursachenklärung und Feuchtemessung | nach Aufwand | Zahl der Messpunkte, Bauteilöffnungen, gewünschter Umfang des Befundberichts |
| Kontrolle nach der Maßnahme | nach Vereinbarung | Zahl der Kontrollpunkte, Länge des Beobachtungszeitraums, gewünschter Dokumentationsumfang |
| Anfahrtspauschale | 35 € | Einmalig je Einsatz; bei Beauftragung vollständig verrechnet |
| Notdienst-Zuschlag | + 129 € | Einsätze nachts, an Wochenenden und an Feiertagen; wird vor der Anfahrt genannt |
Unser Preisversprechen
Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 35 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.
Zeigt sich beim Öffnen einer Verkleidung mehr als erwartet — und genau das ist bei Holzschäden häufig der Fall — halten wir an und besprechen den Mehraufwand mit Ihnen, bevor er entsteht. Ohne Ihre Freigabe wird nichts ausgeführt, was nicht im Angebot steht.
Vorbeugung, Rechtslage und Vorbereitung auf den Termin
Drei Themen, die vor und nach der Maßnahme über den dauerhaften Erfolg entscheiden.
Vorbeugung: Wie halte ich Holzschädlinge dauerhaft aus dem Bauwerk?
Holzschutz ist zuerst Bauphysik und erst danach Chemie. Wer Holz trocken und einsehbar hält, nimmt den meisten Schädlingen die Grundlage:
- Dachhaut, Kehlen, Kaminanschlüsse und Gauben nach jedem Sturm prüfen — die meisten Pilzschäden beginnen mit einem einzelnen undichten Detail.
- Dachräume und Kriechkeller belüften. Eine dauerhafte Holzfeuchte unter etwa 20 Prozent verhindert den Befall durch holzzerstörende Pilze zuverlässig.
- Balkenköpfe an Außenwänden und Schwellen über dem Erdreich freihalten; keine dichten Dämm- oder Putzschichten unmittelbar davor setzen.
- Beim Neueinbau technisch getrocknetes, splintarmes Holz verwenden und Bauteile so anordnen, dass sie kontrollierbar bleiben.
- Gebrauchtes Holz, alte Balken und Brennholz nicht ungeprüft im Gebäude lagern — sie sind ein häufiger Eintragsweg für Hausbock und Nagekäfer.
- Dachstuhl einmal jährlich mit Lampe begehen: Bohrmehl, neue Löcher, feuchte Flecken und Verfärbungen fallen dabei früh auf.
- Hausmittel wie Streichen mit Öl oder das Einbringen von Salz erreichen die Larven im Bauteilinneren nicht und ersetzen keine fachliche Behandlung.
Recht: Holzschäden in der Mietwohnung, Eigentum und Denkmalschutz
Ein Befall durch Holzschädlinge in einer vermieteten Wohnung ist regelmäßig ein Mangel der Mietsache im Sinne von § 536 BGB. Die Instandhaltungspflicht liegt beim Vermieter, sodass Untersuchung, Behandlung und Wiederherstellung grundsätzlich von der Vermieterseite zu tragen sind — es geht um die Bausubstanz und nicht um das Verhalten der Mietpartei. Anders kann es liegen, wenn ein Schaden nachweislich durch das Verhalten der Mietpartei begünstigt wurde, etwa durch dauerhaft unterlassenes Lüften bei erkennbarer Durchfeuchtung.
Praktisch heißt das: Melden Sie den Befund schriftlich und mit Datum bei Vermieter oder Hausverwaltung, bevor Sie selbst beauftragen. Damit ist die Mangelanzeige dokumentiert. In Mehrfamilienhäusern gehören Dachstuhl, Decken und tragende Balkenlagen zum Gemeinschaftseigentum; die Kosten werden üblicherweise über die Verwaltung abgewickelt. Auf Wunsch rechnen wir direkt mit Verwaltung oder Eigentümer ab.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden — in Ostwestfalen-Lippe betrifft das viele Fachwerkhäuser in Lemgo, Detmold und im Kreis Höxter — sind Eingriffe in die historische Substanz mit der zuständigen Denkmalbehörde abzustimmen. Wir planen die Maßnahme in diesen Fällen so, dass so viel Originalholz wie möglich erhalten bleibt. Diese Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Vorbereitung: Was Sie vor unserem Termin erledigen sollten
Je besser die Ausgangslage, desto genauer fällt der Befund aus. Hilfreich sind:
- Bohrmehl nicht restlos wegwischen — Menge, Farbe und Körnung sind für die Artbestimmung aufschlussreich. Eine kleine Probe in einem Papierumschlag genügt.
- Tote Käfer aufheben, falls Sie welche finden. Sie erlauben die schnellste und sicherste Bestimmung.
- Zugang zu Dachboden, Spitzboden, Kriechkeller und Revisionsöffnungen ermöglichen; Kisten und Lagergut vor betroffenen Bauteilen beiseite räumen.
- Fotos von Löchern, Bohrmehl und Verfärbungen vorab per WhatsApp senden, am besten mit einer Münze oder einem Zollstock als Größenvergleich.
- Unterlagen bereithalten: Baujahr, frühere Sanierungen, Wasserschäden, Gutachten und — falls vorhanden — ältere Holzschutzatteste.
- Bei Mehrfamilienhäusern vorab klären, wer die Beauftragung freigibt — Eigentümer, Verwaltung oder Hausmeisterdienst.
Fragen zur Holzschädlings-Bekämpfung in Ostwestfalen-Lippe
Was uns am Telefon am häufigsten gefragt wird. Weitere Antworten rund um Schädlingsbekämpfung in OWL finden Sie in unserer FAQ-Übersicht.
Was kostet die Holzschädlings-Bekämpfung in Ostwestfalen-Lippe?
Holzschäden werden nach Befund kalkuliert, weil Umfang und Aufwand von Fall zu Fall stark auseinandergehen. Den Ausschlag geben die Zahl und der Querschnitt der befallenen Bauteile, die Zugänglichkeit, der Umfang von Freilegen und Abbeilen sowie die Frage, ob Holz ersetzt werden muss. Für die Anfahrt fallen 35 € an, die bei Beauftragung verrechnet werden. Die verbindliche Summe steht im schriftlichen Angebot, das Sie vor Arbeitsbeginn erhalten.
Wie erkenne ich, ob der Befall noch aktiv ist?
Alte Löcher allein belegen keinen aktiven Befall — in Altbauten sind sie oft Jahrzehnte alt. Entscheidend ist frisches Bohrmehl: Wischen Sie eine Stelle sauber, markieren Sie vorhandene Löcher mit Bleistift und schauen Sie nach zwei bis vier Wochen erneut nach. Rieselt neues, helles Mehl nach oder sind neue Löcher hinzugekommen, arbeitet der Befall weiter. Sicherheit gibt die Untersuchung vor Ort, bei der wir zusätzlich sondieren und die Holzfeuchte messen.
Hausbock oder Holzwurm — worin liegt der Unterschied?
Der Hausbock befällt Splintholz von Nadelholz und hinterlässt ovale Ausfluglöcher von etwa fünf bis zehn Millimetern; seine Larven können den Querschnitt tragender Bauteile erheblich schwächen und sind im Sommer manchmal zu hören. Der Gemeine Nagekäfer, umgangssprachlich Holzwurm, erzeugt runde Löcher von ein bis zwei Millimetern und tritt vor allem an Dielen, Treppen, Möbeln und Verkleidungen auf. Beide erfordern unterschiedliche Maßnahmen — deshalb steht die Artbestimmung am Anfang jeder Holzschädlings-Bekämpfung.
Muss befallenes Holz immer ausgetauscht werden?
Nein. Ausgetauscht wird, was seine Tragfähigkeit verloren hat. Häufig genügt es, den zerstörten Splint abzubeilen, den verbleibenden gesunden Querschnitt zu behandeln und die Feuchtequelle abzustellen. Ob das reicht, entscheidet die Sondierung am Bauteil und bei tragenden Teilen die statische Bewertung. Bei Fachwerk und denkmalgeschützter Substanz planen wir so, dass so viel Originalholz wie möglich erhalten bleibt; wo ein Austausch nötig ist, arbeiten wir mit einem Zimmereibetrieb zusammen.
Wie gefährlich ist der Echte Hausschwamm?
Er ist der folgenreichste holzzerstörende Pilz an Gebäuden, weil er sich über Stränge auch durch Mauerwerk und Putz ausbreiten und dabei Wasser über Distanz transportieren kann. Anzeichen sind würfelartig zerfallendes, dunkles Holz, watteartige weiße Beläge und ein muffiger Geruch. Hier gehören Feuchteursache, Ausdehnung im Bauteil und im angrenzenden Mauerwerk untersucht, bevor saniert wird. Für den Verdachtsfall gilt: zügig prüfen lassen, im akuten Fall auch über den Notdienst.
Fahren Sie auch in kleine Dörfer im Kreis Höxter oder im Kreis Lippe raus?
Ja. Unser Einsatzteam und unsere Partnerbetriebe vor Ort arbeiten in ganz Nordrhein-Westfalen, schwerpunktmäßig in Ostwestfalen-Lippe: Bielefeld, Paderborn, Gütersloh, Minden, Detmold, Herford, Lemgo und die umliegenden Gemeinden in den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn. Eine Übersicht finden Sie unter Einsatzgebiete.
Abgesackter Balken oder Pilzbefall nach einem Wasserschaden? Wir sind rund um die Uhr erreichbar.
Für Verdacht auf Echten Hausschwamm, sichtbar geschwächte Konstruktionsholzteile und betroffene Betriebe fahren wir auch außerhalb der regulären Zeiten. Der Notdienst-Zuschlag von 129 € wird Ihnen genannt, bevor wir losfahren.
Holzschädlings-Bekämpfung anfragen — unverbindlich
Beschreiben Sie kurz, was Sie am Holz beobachtet haben. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag und einer ersten Einschätzung zurück.