Detmold ist mit rund 75.000 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Lippe und zugleich dessen Kreisstadt sowie Sitz der Bezirksregierung. Seit der kommunalen Neugliederung von 1970 gliedert sich die Stadt laut Hauptsatzung in 27 Ortsteile: neben der Kernstadt unter anderem Heidenoldendorf, Hiddesen, Heiligenkirchen, Berlebeck, Pivitsheide V. H. und V. L., Remmighausen, Spork-Eichholz, Jerxen-Orbke, Mosebeck, Bentrup, Nienhagen, Vahlhausen, Hornoldendorf und Oettern-Bremke. Die Spannweite ist entsprechend groß — vom dicht bebauten historischen Stadtkern mit Kopfsteinpflaster, Marktplatz, Donopbrunnen und jahrhundertealten Fachwerkhäusern bis zu Einzellagen und landwirtschaftlich geprägten Weilern am Hang des Teutoburger Waldes.
Für die Schädlingsbekämpfung bedeutet diese Mischung, dass es in Detmold kein Standardobjekt gibt. Im Altstadtbereich haben wir es mit verbundener Bausubstanz zu tun: Fachwerk, Naturstein- und Gewölbekeller, gemeinsame Kellergänge, alte Leitungsdurchführungen und Kanalanschlüsse. Hier laufen Ratten- und Mäusemeldungen zusammen, dazu Schaben aus Gastronomie- und Lebensmittelbetrieben rund um Markt und Schlossplatz und Bettwanzen aus Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und studentischen Wohngemeinschaften — Detmold ist Standort der Technischen Hochschule OWL und der Hochschule für Musik und zieht mit Hermannsdenkmal, Freilichtmuseum und Adlerwarte Berlebeck ganzjährig Gäste an.
In den Randortsteilen kippt das Bild komplett. Wo Gebäude an Wald, Wiese, Bachlauf oder Ackerfläche grenzen, kommen die Tiere nicht aus dem Kanal, sondern von außen über die Fläche: Mäuse, die im Spätsommer ins Gebäude wandern, Marder in Dachböden waldnaher Häuser, Wespen und Ameisen in Gärten und an Terrassenfugen, Nager an Futter- und Kompoststellen von Höfen und Nebengebäuden. Deshalb geht unser Schädlingsbekämpfer hier fast immer zuerst die Gebäudehülle ab und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel — sonst behandelt man das Symptom und lässt den Eingang offen.