Der Kreis Gütersloh liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, gehört zum Regierungsbezirk Detmold und ist mit rund 364.000 Einwohnern der einwohnerstärkste Kreis dieses Bezirks. Er besteht aus zehn Städten und drei Gemeinden, Kreisstadt ist Gütersloh. Naturräumlich liegt der größte Teil in der Emssandebene innerhalb der Westfälischen Bucht: sandige, oft grundwassernahe Böden entlang der Ems, im Osten die Senne mit ihren Kiefernwäldern und Heideflächen, im Norden der Anstieg zum Teutoburger Wald mit Halle, Steinhagen, Werther und Borgholzhausen. Rund drei Viertel der Kreisfläche sind Land- oder Forstwirtschaftsfläche, und etwa neunzig Prozent der freien Landschaft stehen unter Landschaftsschutz oder unter Landschaftsplanung. Für die Schädlingsbekämpfung heißt das: Zwischen zwei Einsätzen liegen hier oft nicht nur zwanzig Kilometer, sondern zwei völlig verschiedene Objekttypen.
Die Bausubstanz spiegelt diese Spannweite. In Gütersloh selbst findet sich verdichteter Innenstadtbestand mit Ladenzeilen, Gastronomie und Mehrparteienhäusern über gemeinsamen Kellergängen; in Wiedenbrück und Rietberg stehen geschlossene Fachwerkaltstädte mit Naturstein- und Gewölbekellern, alten Leitungsdurchführungen und Balkenlagen, die für Holzschädlinge interessant sind. Dazwischen liegen weite Neubau- und Einfamilienhausgebiete der Wachstumsjahre in Verl, Steinhagen und Schloß Holte-Stukenbrock — und außerhalb der Ortskerne die klassische westfälische Streusiedlung aus Hofstellen, Scheunen, Futterlagern und Nebengebäuden. Wirtschaftlich prägen Bertelsmann und Miele die Kreisstadt, während Maschinen- und Landmaschinenbau sowie die Nahrungsmittel- und Fleischwirtschaft den Rest des Kreises tragen: Küchenmöbel und Automatisierungstechnik in Verl, Landmaschinen in Harsewinkel, Süßwaren in Halle und Werther, Fleisch- und Wurstwaren in Versmold und Rheda-Wiedenbrück. Lebensmittelverarbeitung, Logistik und Tierhaltung sind zusammen der Grund, warum Nager- und Schabenmonitoring hier für viele Betriebe kein Sonderfall, sondern Routine ist.