Der Kreis Lippe entstand am 1. Januar 1973 aus den Altkreisen Detmold und Lemgo und ist mit rund 1.250 Quadratkilometern flächenmäßig der größte Kreis in Ostwestfalen-Lippe. Etwa 348.000 Menschen leben in seinen zehn Städten und sechs Gemeinden; Kreisstadt und zugleich Sitz der Bezirksregierung ist Detmold. Bad Salzuflen, Lemgo und Lage sind mittlere kreisangehörige Städte, alles Übrige ist kleinstädtisch oder ländlich geprägt. Landschaftlich zieht sich der Teutoburger Wald als Höhenzug durch den Südwesten, nach Norden und Osten geht das Gebiet ins Lipper Bergland und ins Weserbergland über. Knapp ein Viertel der Kreisfläche ist Wald, fast vierzig Prozent Acker und Grünland — für die Schädlingsbekämpfung ist das die entscheidende Zahl, denn Waldrand und Feldflur bringen andere Tiere ans Haus als ein geschlossenes Stadtquartier.
Die Bausubstanz folgt dieser Zweiteilung. Sieben historische Stadtkerne — darunter Lemgo, Blomberg, Schwalenberg und Lügde — bestehen aus dicht gestelltem Fachwerk, Weserrenaissance und Natursteinsockeln über gemeinsamen Gewölbekellern; Leitungsdurchführungen, alte Kanalanschlüsse und offene Kellergänge sind hier der Normalfall, nicht die Ausnahme. Daneben steht ein Kreis mit ausgeprägter Industrie: 113 größere Industriebetriebe, ein starker Möbel- und Kunststoffsektor, Werkshallen, Lager und Lebensmittelbetriebe, dazu die Hochschulstandorte in Detmold und Lemgo. Und schließlich der Tourismus mit rund zehn Millionen Tagesgästen und 1,6 Millionen Übernachtungen im Jahr — Hermannsdenkmal, Externsteine, Heilbäder, Ferienwohnungen und Hotels. Aus dieser Mischung ergeben sich drei sehr verschiedene Auftragsarten, und ein Schädlingsbekämpfer, der im Kurhotel in Bad Salzuflen und auf dem Hof in Kalletal dasselbe Vorgehen wählt, arbeitet an mindestens einer der beiden Stellen vorbei.