Der Kreis Minden-Lübbecke liegt im äußersten Nordosten Nordrhein-Westfalens, gehört zum Regierungsbezirk Detmold und grenzt nach Osten und Norden an Niedersachsen. Auf rund 1.152 Quadratkilometern leben etwa 310.000 Menschen in elf Städten und Gemeinden; die Kreisstadt Minden ist mit gut 80.000 Einwohnern zugleich die größte. Landschaftlich zerfällt der Kreis in zwei Hälften: Im Süden ziehen Wiehengebirge und Wesergebirge als bewaldete Höhenzüge in West-Ost-Richtung durch das Kreisgebiet und werden an der Porta Westfalica von der Weser durchbrochen; nördlich davon geht das Gelände in die norddeutsche Tiefebene über, flach, weit und agrarisch geprägt, mit Feuchtgebieten wie dem Großen Torfmoor bei Hille. Die Wirtschaft ruht auf einem vielseitigen verarbeitenden Gewerbe in Minden, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen, Lübbecke und Espelkamp, dazu mittelständischer Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektrotechnik. Weser und Mittellandkanal ermöglichen Binnenschifffahrt bis mitten in den Kreis hinein. Seinen Beinamen Mühlenkreis verdankt er den 43 historischen Wind-, Wasser- und Rossmühlen, die die Westfälische Mühlenstraße miteinander verbindet.
Für die Schädlingsbekämpfung heißt diese Spannweite: Es gibt hier kein Standardobjekt. In den gewachsenen Kernen von Minden, Lübbecke und Petershagen steht verbundene Altbausubstanz mit Fachwerk, Naturstein- und Gewölbekellern, gemeinsamen Kellergängen, alten Leitungsdurchführungen und Kanalanschlüssen — dort laufen Ratten- und Mäusemeldungen zusammen, dazu Schaben aus Gastronomie- und Lebensmittelbetrieben. Bad Oeynhausen bringt als Staatsbad mit Kliniken, Hotels, Pensionen und Kurgästen die klassische Bettwanzen-Lage mit, wie sie überall entsteht, wo viele Menschen mit Gepäck wechseln. Espelkamp ist demgegenüber jung und wurde nach 1945 weitgehend neu gebaut: Zeilenbauten, Flachdächer, durchgehende Versorgungsschächte, in denen sich ein Befall zügig über mehrere Einheiten verteilt. Und im Norden — Rahden, Stemwede, Petershagen, Hille — dominieren Höfe, Scheunen, Futter- und Getreidelager, niederdeutsche Hallenhäuser und Nebengebäude aus verbautem Holz. Dort kommen die Tiere nicht aus dem Kanal, sondern über die Fläche: Mäuse, die im Spätsommer einwandern, Marder in Dachböden am Waldrand des Wiehengebirges, Nager an offenen Futter- und Kompoststellen, dazu Holzschädlinge im alten Gebälk von Scheunen und Mühlen. Deshalb geht unser Schädlingsbekämpfer außerhalb der Städte fast immer zuerst die Gebäudehülle ab und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel — sonst behandelt man das Symptom und lässt den Eingang offen.