Sennestadt ist der südöstlichste Stadtbezirk Bielefelds und zählt rund 22.000 Einwohner. Im Norden begrenzt der Hauptkamm des Teutoburger Waldes den Bezirk, nach Süden hin öffnet sich die Senne mit ihren Heide- und Wiesenflächen. Die vier Siedlungskerne sind Dalbke, Eckardtsheim, Heideblümchen und die eigentliche Sennestadt. Anders als die gewachsenen Bielefelder Ortskerne ist Sennestadt am Reißbrett entstanden: Ab 1956 wurde auf dem Gebiet der früheren Gemeinde Senne II nach Entwürfen des Stadtplaners Hans Bernhard Reichow eine Großwohnsiedlung für Heimatvertriebene und Flüchtlinge gebaut, um die Wohnungsnot im kriegszerstörten Bielefeld zu lindern. 1965 erhielt Sennestadt Stadtrechte, 1973 wurde der Ort im Zuge der kommunalen Neuordnung nach Bielefeld eingemeindet.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt das eine ungewöhnliche Mischung. Auf der einen Seite steht dichter Geschosswohnungsbau aus den späten fünfziger und sechziger Jahren mit durchgehenden Kellergeschossen, gemeinsamen Müllstandplätzen und Steigschächten, die mehrere Wohneinheiten verbinden — hier breiten sich Schaben, Mäuse und Bettwanzen bei Bedarf horizontal aus, und eine Behandlung nur in einer Wohnung greift oft zu kurz. Auf der anderen Seite liegen ausgedehnte Grünzüge, Gärten, Bachtäler und die Waldkante des Teutoburger Waldes: Von dort kommen Wespen, Ameisen, Marder und im Spätsommer zuwandernde Mäuse. Wo Bebauung und offene Landschaft so eng verzahnt sind, entscheidet die Frage, ob ein Tier von innen oder von außen kommt, über die gesamte Vorgehensweise — deshalb geht unser Schädlingsbekämpfer vor jeder Maßnahme erst die Gebäudehülle und die Laufwege ab.