Minden ist Kreisstadt des Kreises Minden-Lübbecke und mit rund 85.000 Einwohnern die größte Stadt im äußersten Nordosten Nordrhein-Westfalens. Sie liegt beidseits der Weser, dort wo der Fluss die Porta Westfalica verlässt und in die norddeutsche Tiefebene austritt. Prägend ist das Wasserstraßenkreuz: Seit 1914 trägt eine trogförmige Kanalbrücke den Mittellandkanal über die Weser, verbunden sind beide Wasserstraßen über die Schachtschleuse; dazu kommen Hafen- und Umschlagsanlagen am Kanal. Die Obere Altstadt, das sogenannte Schnurrviertel, ist ein gewachsener Kern aus Weserrenaissance, Fachwerk und engen Gassen rund um Dom und Rathaus — Minden war jahrhundertelang Bischofssitz und später preußische Festungsstadt. Mit der Gebietsreform zum 1. Januar 1973 kamen unter anderem Todtenhausen, Kutenhausen, Stemmer, Leteln, Päpinghausen, Meißen, Dankersen, Haddenhausen, Häverstädt, Bölhorst, Hahlen und Dützen hinzu. Der jüngste Stadtteil ist Bärenkämpen im Nordwesten, ab den 1960er Jahren nördlich des Mittellandkanals als geschlossenes Wohngebiet mit Zeilenbauten und Wohnhochhäusern angelegt. Dützen im Südwesten reicht bis an den Fuß des Wiehengebirges und ist stark landwirtschaftlich geprägt. Wirtschaftlich trägt die Stadt ein breites verarbeitendes Gewerbe, dazu Hafen und Logistik am Kanal, Handel, Kliniken, Verwaltung und Gastronomie in der Innenstadt.
Für die Schädlingsbekämpfung bedeutet das drei sehr unterschiedliche Aufgaben in einem Stadtgebiet. Am Wasser ist die Wanderratte das Dauerthema: Weser- und Kanalböschungen, Bastau, Hafenbecken, Schleusenumfeld, Uferwege und ein alter, teils gemauerter Kanalisationsbestand ergeben ein zusammenhängendes Wegenetz — ein Befall endet dort selten an der Grundstücksgrenze, und Bekämpfung an nur einer Adresse greift oft zu kurz. In der Oberen Altstadt und den angrenzenden Straßen kommt die verbundene Bausubstanz dazu: gemeinsame Kellergänge, Gewölbe- und Naturkeller, Fachwerkgefache mit Hohlräumen, alte Leitungsdurchführungen. Mäuse laufen dort waagerecht durch Geschossdecken und senkrecht durch Installationsschächte, während die Meldung meist nur aus einer Wohnung kommt. Wo Gastronomie, Bäckereien, Großküchen von Kliniken und Kantinen sowie Lebensmittelbetriebe arbeiten, geht es um Schaben — und dort zählt eine lückenlos dokumentierte Bekämpfung. Nördlich des Kanals, in Bärenkämpen und den Geschosswohnbauten der Nordstadt, verteilen sich Befälle über durchgehende Versorgungsschächte gern über mehrere Einheiten; hier ist die Abstimmung mit der Hausverwaltung entscheidend. Und in den Bauerschaften des flachen Nordens sowie an den Hanglagen um Dützen und Häverstädt sind es Mäuse aus der Feldflur, Marder in Dachböden am Waldrand und Holzschädlinge im alten Gebälk von Scheunen und Nebengebäuden.