Lage liegt im Kreis Lippe am Rand des Teutoburger Waldes, rund neun Kilometer nordwestlich von Detmold. Auf gut 76 Quadratkilometern leben etwa 35.000 Menschen, verteilt auf die Kernstadt und die Ortsteile Billinghausen, Ehrentrup, Hagen, Hardissen, Hedderhagen, Heiden, Heßloh, Hörste, Kachtenhausen, Müssen, Ohrsen, Pottenhausen, Waddenhausen und Wissentrup. Nachbarn sind Lemgo im Norden, Detmold im Südosten, Oerlinghausen im Südwesten, Leopoldshöhe im Westen und Bad Salzuflen im Nordwesten. Die Werre fließt von Südosten nach Nordwesten durch das Stadtgebiet, Hörste liegt als staatlich anerkannter Luftkurort mitten im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge. Aus dem Kirchdorf um die Marktkirche St. Johann wurde 1843 eine Stadt, 1970 durch die Zusammenlegung mit den Landgemeinden eine Flächenkommune — die Beinamen Ziegelstadt, Zuckerstadt und Sportstadt erzählen den Rest.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein sehr eigenes Muster. Im 18. und 19. Jahrhundert war Lage der wichtigste Sammelpunkt der lippischen Wanderziegler; das Ziegeleimuseum hält diese Geschichte bis heute wach, und in den gewachsenen Ortskernen steht entsprechend viel alte Bausubstanz aus Ziegel, Fachwerk und Holzbalkendecken — dort finden Mäuse Laufwege im Hohlraum und Holzschädlinge trockenes Bauholz. Der zweite Beiname kommt von der Zuckerfabrik, die 1883 von rund hundert Landwirten gegründet wurde und heute zu Pfeifer & Langen gehört: In einer Kampagne von etwa 110 Tagen werden dort ungefähr eine Million Tonnen Zuckerrüben verarbeitet. Die hohe Bodengüte rundum bedeutet intensiven Ackerbau, Erntetransporte und Lagerflächen — und damit im Spätsommer und Herbst spürbar mehr Nagerdruck an Höfen, Lagern und Grundstücksrändern. Rund um Hörste kommen Waldrandlagen mit Mardern und Wespen dazu, in der Kernstadt Gastronomie und lebensmittelverarbeitendes Gewerbe, wo Schaben ein eigenes Kapitel sind.