Kotpünktchen wie grober Pfeffer
Dunkle Krümel an Schrankkanten, Scharnieren, Fußleisten und an der Rückwand hinter dem Kühlschrank. In hellen Küchen fallen sie zuerst an der Silikonfuge über der Arbeitsplatte auf.
Schabenbekämpfung Bielefeld · ab 199 €
Zwischen den Gründerzeithäusern am Siegfriedplatz, den WG-Küchen rund um die Universität und den Gastroküchen unterhalb des Sparrenbergs sieht die Deutsche Schabe in Bielefeld sehr unterschiedlich aus – als Einzelfund hinter dem Kühlschrank oder als Befall, der längst über den Installationsschacht in die Nachbarwohnung gewandert ist. Wir sehen uns das an, bevor irgendetwas ausgebracht wird.
Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 35 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.
Steckbrief
In Bielefelder Wohnungen und Küchen finden wir in der überwiegenden Zahl der Fälle Blattella germanica. Sie ist kein Zeichen von Unsauberkeit – sie folgt Wärme, Feuchte und Nahrungsresten.
| Merkmal | Ausprägung | Was daraus folgt |
|---|---|---|
| Größe und Färbung | 12–15 mm | Hellbraun bis honigfarben, zwei dunkle Längsstreifen auf dem Halsschild. Junge Tiere sind fast schwarz und werden häufig für eine andere Art gehalten. |
| Aktivität | nachts | Tagsüber sitzt die Population in Ritzen, Hohlräumen und Gerätegehäusen. Wer sie mittags über den Boden laufen sieht, hat es meist mit einem älteren, dichten Befall zu tun. |
| Bevorzugte Temperatur | 25–30 °C | Motorräume von Kühlschränken, Spülmaschinen, Kaffeeautomaten sowie warme Steigleitungen sind die typischen Kernbereiche. |
| Vermehrung | Eipakete | Das Weibchen trägt die Oothek bis kurz vor dem Schlupf am Hinterleib. Deshalb greifen Kontaktmittel die nächste Generation kaum an – der Nachschub schlüpft nach der Behandlung. |
| Bewegungsradius | gering | Von selbst wandert die Art nur wenige Meter. Größere Sprünge macht sie mit Kartons, Getränkekisten, Gebrauchtgeräten und über gemeinsame Leitungsschächte. |
Deutlich seltener bekommen wir in Bielefeld die Orientalische Schabe zu sehen, meist in feuchten Kellerabgängen älterer Häuser, sowie vereinzelt eingeschleppte Amerikanische Schaben in Technikräumen. Die Artbestimmung entscheidet über das Mittel und über die Frage, ob ein Nachbarstrang mitbehandelt werden muss.
Befund
Sie müssen kein Tier fangen, um uns anzurufen. Diese sechs Spuren reichen für eine erste Einschätzung am Telefon.
Dunkle Krümel an Schrankkanten, Scharnieren, Fußleisten und an der Rückwand hinter dem Kühlschrank. In hellen Küchen fallen sie zuerst an der Silikonfuge über der Arbeitsplatte auf.
Papierdünne, hellbraune Hüllen und kleine, längs geriffelte Kapseln. Sie liegen dort, wo die Population sitzt – oft unter der Spüle, im Sockelbereich der Einbauküche oder im Karton unter der Arbeitsplatte.
Ein schwerer, leicht süßlicher Geruch nach altem Keller, der sich beim Öffnen des Unterschranks verstärkt. Er entsteht erst bei größeren Populationen und ist ein Hinweis auf einen länger bestehenden Befall.
Sie betreten nachts die Küche, machen Licht, und etwas huscht in Richtung Herd oder Sockelleiste. Das ist die klassische Erstbeobachtung – und der beste Zeitpunkt, sich die Stelle zu merken.
Wenn Schaben tagsüber sichtbar werden, sind die Verstecke voll. Dann liegt kein Einzelfund vor, sondern eine Population, die neue Rückzugsräume sucht – häufig in der Wohnung nebenan.
Kühlschrankmotor, Spülmaschinenisolierung, Kaffeevollautomat, Mikrowelle, Router, warme Rohrdurchführung. Wer diese Stellen prüft, findet die Tiere Wochen früher als beim Blick auf den Fußboden.
Ortskenntnis
Bielefeld ist baulich alles andere als einheitlich. Zwischen dem Sparrenberg-Hang, dem Gründerzeitgürtel im Westen, den Großwohnanlagen im Osten und den Sandböden der Senne liegen völlig verschiedene Ausgangslagen – und daraus ergeben sich verschiedene Behandlungswege.
Der Gründerzeitgürtel im Westen. Rund um den Siegfriedplatz, in den Straßenzügen zwischen Rolandstraße, Werther Straße und Am Zwinger, stehen Häuser aus der Zeit vor 1914: Bruchsteinkeller, die zwei bis drei Meter unter Straßenniveau reichen, Waschküchen und Heizungsräume, die das ganze Jahr über gleichmäßig warm bleiben, und Installationsschächte, die vom Souterrain bis unters Dach durchgehen. Für die Deutsche Schabe ist das eine Autobahn. Wenn wir in einer solchen Wohnung Kot und Häutungshüllen finden, prüfen wir grundsätzlich auch den darüber- und darunterliegenden Küchenstrang. Eine Einzelbehandlung im dritten Obergeschoss bringt in einem Bielefelder Altbau selten dauerhaft Ruhe, wenn im Erdgeschoss dieselbe Steigleitung offen ist.
Universität, WGs und die Umzugstermine. Bielefeld hat mit der Universität an der Universitätsstraße, den Wohnheimen und dem gesamten Wohnungsmarkt in Schildesche, im Universitätsviertel und in Teilen von Mitte eine Mieterschaft, die zweimal im Jahr in Bewegung gerät. Zum Semesterbeginn wechseln WG-Zimmer, Kühlschränke und Einbauküchen die Besitzer, Umzugskartons stehen tagelang in gemeinsamen Kellern, gebrauchte Mikrowellen kommen über Kleinanzeigen ins Haus. Genau so wandert die Deutsche Schabe – nicht über die Straße, sondern im Transportgut. In WG-Etagen mit Gemeinschaftsküche behandeln wir deshalb nie eine einzelne Küchenzeile, sondern alle Küchen der Etage am selben Tag und legen das Monitoring so, dass die Kontrolle nicht in die vorlesungsfreie Zeit fällt, wenn niemand da ist, um aufzumachen.
Altstadt, Sparrenburg-Hang und die Gastronomie. Die Bielefelder Altstadt zwischen Altem Markt, Obernstraße und dem Aufgang zur Sparrenburg ist eng bebaut und in Jahrhunderten gewachsen: Küchen liegen im Souterrain, teilweise in den Hang gebaut, Anbauten aus verschiedenen Jahrzehnten stoßen aneinander, Hinterhöfe werden von mehreren Betrieben gemeinsam genutzt, und die Mülltonnenstandorte stehen dicht an den Hintereingängen. Für Imbisse und Restaurants am Jahnplatz, am Kesselbrink und im Bahnhofsviertel gilt dasselbe. Ein Befall bleibt hier selten in einem Betrieb. Wir arbeiten in diesen Objekten vor der Öffnung oder nach dem letzten Gast, dokumentieren jeden Ködpunkt und stimmen uns – wenn mehrere Betriebe an einem Hof hängen – mit den Nachbarn ab, bevor wir beginnen.
Die Großwohnanlagen im Osten. In Baumheide, in Teilen von Sieker und in der Sennestadt stehen Zeilen- und Punktbauten der 1960er- und 1970er-Jahre mit zentraler Wärmeversorgung, durchgehenden Ver- und Entsorgungsschächten, gemeinsamen Müllräumen und einer hohen Wohnungsdichte. Das sind die klassischen Objekte für eine objektweite Schädlingsbekämpfung: Einzelne Wohnungen zu behandeln, während der Schacht offen bleibt, verschiebt das Problem nur um eine Etage. Mit Hausverwaltungen legen wir hier zuerst ein Monitoring über den gesamten Aufgang, werten aus, wo die Kernpopulation sitzt, und behandeln dann gebündelt statt in Einzelterminen über Monate.
Hanglagen am Teutoburger Wald. In Gadderbaum, rund um Bethel, in Hillegossen, Stieghorst und am Dornberger Hang liegen viele Häuser am Abhang des Teutoburger Waldes. Die talseitigen Räume sind Vollgeschosse, die bergseitigen liegen halb im Erdreich: Hangkeller und Souterrainwohnungen, gleichmäßig temperiert, oft schlecht durchlüftet und mit Leitungsgräben, die quer durch das Grundstück laufen. Solche Räume trocknen kaum aus und bleiben auch im Winter warm – für Schaben ein idealer Rückzugsraum, in dem sie überdauern, während oben in der Wohnung nach der ersten Behandlung längst Ruhe eingekehrt scheint. Wir nehmen bei Hanglagen den Souterrainbereich immer mit ins Monitoring auf.
Der Ostwestfalendamm und der Süden auf Sandboden. Der Ostwestfalendamm zerschneidet die Stadt zwischen Innenstadt und Süden und ist für uns vor allem ein Terminthema: Fahrten nach Brackwede, Quelle, Ummeln, Senne und Sennestadt legen wir bewusst außerhalb der morgendlichen und nachmittäglichen Spitzen, damit ein zugesagtes Zeitfenster auch hält – im Notfall über die A 33 statt über den Damm. Baulich ändert sich südlich davon einiges: In der Senne und in Sennestadt stehen viele Häuser auf durchlässigem Sandboden. Die Keller sind trockener als im Westen, dafür arbeitet der Untergrund; an Leitungsdurchführungen und Bodenplattenfugen entstehen Spalten, die zu offenen Wegen zwischen Kriechkeller und Heizungsraum werden. Weil der trockene Keller den Tieren zu wenig Feuchte bietet, verlagert sich der Befall hier fast immer nach oben in Küche und Bad – wer im Süden Bielefelds Schaben sieht, findet sie selten unten, aber die Wanderwege verlaufen trotzdem durch das Untergeschoss.
Aus diesen sechs Bielefelder Ausgangslagen ergibt sich unser Vorgehen. Die eingesetzten Wirkstoffe sind in Brackwede dieselben wie am Siegfriedplatz – der Zuschnitt der Schädlingsbekämpfung ist es nicht. Wir entscheiden nach Gebäudetyp, Baujahr, Schachtführung und Nachbarschaft, wie weit der behandelte Bereich reicht.
Gastronomie, Imbiss und Bäckerei in enger, gewachsener Bebauung mit gemeinsamen Hinterhöfen und Müllstandorten.
Gründerzeit-Altbau, tiefe Bruchsteinkeller, durchgehende Steigschächte. Behandlung meist strangweise statt wohnungsweise.
WG-Etagen, Wohnheime, Gemeinschaftsküchen, halbjährliche Umzugswellen und viele gebrauchte Küchengeräte.
Großwohnanlagen mit Fernwärme, Müllräumen und durchlaufenden Schächten – objektweites Monitoring mit der Hausverwaltung.
Hanglagen am Teutoburger Wald mit Souterrain- und Hangkellern, die dauerhaft warm und feucht bleiben.
Südlich des Ostwestfalendamms, Sandboden, trockene Keller. Termine bewusst außerhalb der Stoßzeiten auf dem Damm.
Ablauf
Fünf Schritte, die in einer Souterrainwohnung in Gadderbaum genauso laufen wie in einer Küche am Kesselbrink – nur mit unterschiedlichem Zuschnitt.
Wir fragen ab, wo in Bielefeld Sie wohnen oder Ihren Betrieb haben, seit wann Sie Tiere sehen, wie groß sie sind und ob es Nachbarn mit demselben Problem gibt. Häufig lässt sich schon am Telefon einschätzen, wie weit der Befall reicht.
Unser Schädlingsbekämpfer prüft vor Ort Küchenzeile, Geräterückseiten, Sockelbereiche, Rohrdurchführungen und – bei Altbau oder Großwohnanlage – den Schachtverlauf. Klebefallen als Monitoring halten fest, wo die Kernpopulation sitzt.
Sie erhalten vor Arbeitsbeginn schwarz auf weiß, welche Räume behandelt werden, mit welchem Verfahren, wie viele Termine eingeplant sind und was das kostet. Erst danach fangen wir an.
Punktgenaue Ködergaben in Ritzen, Hohlräumen und an Gerätekanten, ergänzt um Wachstumsregulatoren, wo es fachlich sinnvoll ist. Kein Vernebeln, kein flächiges Sprühen – die Küche bleibt nutzbar.
Wir werten das Monitoring aus, legen dort nach, wo noch Aktivität ist, und dokumentieren den Abschluss. Für Vermieter, Hausverwaltung oder die Lebensmittelüberwachung liegt damit ein nachvollziehbarer Nachweis vor.
Kosten
Richtwerte, keine Pauschalangebote. Was Ihr Fall kostet, steht im schriftlichen Angebot nach der Erstinspektion.
| Situation | Orientierung | Umfang |
|---|---|---|
| Einzelne Wohnung, frischer Befall | ab 199 € | Inspektion, Ködergabe in Küche und Bad, Monitoring, eine Nachkontrolle. |
| Wohnung im Altbau mit Schachtverdacht | nach Befund | Zusätzlich Prüfung des Küchenstrangs und der angrenzenden Wohnungen, Abstimmung mit der Hausverwaltung. |
| WG-Etage oder Wohnheimküche | nach Befund | Alle Küchen der Einheit am selben Tag, Monitoring über mehrere Wochen. |
| Gastronomie, Imbiss, Bäckerei | nach Befund | Termin vor Öffnung oder nach Betriebsschluss, Ködpunkt-Dokumentation, Betreuung bis zur Freimeldung. |
| Mehrfamilienhaus, objektweit | nach Befund | Monitoring über alle Wohnungen des Aufgangs, gebündelte Behandlung, Abschlussbericht. |
| Anfahrtspauschale | 35 € | Fällt für die Erstinspektion an und wird bei Beauftragung vollständig verrechnet. |
| Notdienst außerhalb der Geschäftszeiten | + 129 € | Aufschlag für Einsätze abends, nachts, am Wochenende und an Feiertagen. |
Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 35 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.
Einen verbindlichen Betrag nennen wir bewusst erst, wenn wir das Objekt gesehen haben: Kein seriöser Schädlingsbekämpfer kann den Aufwand für eine Bielefelder Altbauwohnung mit offenem Steigschacht am Telefon redlich beziffern.
Alle Angaben verstehen sich als Orientierung inklusive Mehrwertsteuer für Privatkunden. Für Hausverwaltungen, Gastronomie und gewerbliche Objekte in Bielefeld erstellen wir Angebote nach Objektbegehung, auf Wunsch mit Rahmenvereinbarung über wiederkehrende Kontrollen.
Hintergrund
Was wir Kundinnen und Kunden in Bielefeld regelmäßig erklären – zusammengefasst zum Nachlesen.
Ein Sprühmittel wirkt dort, wo es hinkommt. Die Deutsche Schabe sitzt aber in Hohlräumen, unter Gerätegehäusen und in Fugen, die kein Sprühstrahl erreicht. Schlimmer noch: Reizende Kontaktmittel treiben die Population auseinander, sie verteilt sich über Schächte auf weitere Wohnungen, und aus einem Küchenproblem wird ein Hausproblem.
Gelköder dreht das Prinzip um. Die Tiere fressen freiwillig, tragen den Wirkstoff in ihr Versteck und geben ihn über Kot und Kannibalismus an die Larven weiter, die nie an den Ködpunkt kommen. Ergänzend setzen wir bei Bedarf Wachstumsregulatoren ein, die verhindern, dass die nächste Generation geschlechtsreif wird. Deshalb dauert eine fachgerechte Schädlingsbekämpfung gegen Schaben zwei bis sechs Wochen – dafür hält sie.
Ein Weibchen der Deutschen Schabe bildet im Laufe seines Lebens mehrere Eipakete mit jeweils rund 30 bis 40 Eiern und trägt sie bis kurz vor dem Schlupf mit sich. Bei den 25 bis 30 Grad, die in Motorräumen und an warmen Leitungen herrschen, ist die nächste Generation binnen weniger Wochen fortpflanzungsfähig.
Praktisch heißt das: Zwischen der ersten Sichtung und einem Befall, den man riecht, liegen oft nur wenige Monate. Wer früh anruft, kommt mit einem Termin und einer Kontrolle aus.
Sie laufen durch Abflüsse, Müllräume und Leitungsschächte und anschließend über Arbeitsflächen und Lebensmittel. Dabei können Krankheitserreger verschleppt werden. Kot, Häutungsreste und Speichel enthalten außerdem Allergene, die Atemwegsbeschwerden auslösen oder ein bestehendes Asthma verschlechtern können.
In Haushalten mit Kleinkindern, in Pflegeeinrichtungen und in Gemeinschaftsunterkünften behandeln wir deshalb besonders zurückhaltend in der Mittelwahl und besonders konsequent in der Kontrolle.
Ein Schabenbefall ist nach ständiger Rechtsprechung ein Mangel der Mietsache. Der Vermieter schuldet nach § 535 BGB die Erhaltung des vertragsgemäßen Zustands und muss die Beseitigung veranlassen; nach § 536 BGB kommt eine Minderung der Miete für die Dauer des Mangels in Betracht, deren Höhe vom Einzelfall abhängt. Mieter sind verpflichtet, den Befall unverzüglich anzuzeigen – die Anzeige sollte nachweisbar erfolgen.
Etwas anderes kann gelten, wenn der Mieter den Befall nachweislich selbst verursacht hat. In der Praxis lässt sich das bei Schaben, die über Schächte und Transportgut wandern, nur selten belegen. Wir beraten dazu nicht rechtlich, dokumentieren den Befund aber so, dass Mieter, Vermieter und Verwaltung damit arbeiten können. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
Wer Lebensmittel gewerblich herstellt oder in Verkehr bringt, muss nach den lebensmittelhygienerechtlichen Vorgaben – EU-Verordnung 852/2004 in Verbindung mit der Lebensmittelhygiene-Verordnung – dafür sorgen, dass Schädlinge ferngehalten und bekämpft werden. Ein Befall gehört ins Eigenkontrollsystem, die Bekämpfung ist zu dokumentieren, und die zuständige Lebensmittelüberwachung kann die Unterlagen einsehen. Bei einer Gefährdung der Verkehrsfähigkeit von Erzeugnissen bestehen zusätzliche Informationspflichten gegenüber der Behörde.
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Heime und Kliniken unterliegen der Infektionshygiene und damit den Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes an einen befallsfreien Zustand; die Hygienepläne sehen in der Regel eine dokumentierte Schädlingsbekämpfung vor. Für Bielefelder Betriebe und Einrichtungen erstellen wir die Dokumentation so, dass sie einer Begehung standhält.
Wir arbeiten ausschließlich mit in Deutschland zugelassenen Biozidprodukten, halten die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 523 zu Begasungen und besonders gefährlichen Stoffen ein und dokumentieren jede Ausbringung nach Mittel, Menge und Ort. Ausbringungsverbote in Bereichen mit offenen Lebensmitteln und die Kennzeichnung behandelter Flächen gehören dazu.
Schaben genießen keinen Artenschutz. Sehr wohl geschützt sind aber Tiere, denen wir bei Arbeiten an Bielefelder Altbauten begegnen: Fledermausquartiere in Kellern und Dachstühlen sowie Nist- und Ruhestätten von Gebäudebrütern wie Mauerseglern und Schwalben stehen nach § 39 und § 44 Bundesnaturschutzgesetz unter Schutz. Wenn wir bei einer Begehung Hinweise darauf finden, sagen wir das und passen die Arbeiten an, statt einfach zu verschließen.
Hilfreich: offene Lebensmittel in dicht schließende Behälter umfüllen, Tierfutter nachts wegräumen, Spülbecken abends trocken wischen, Müll konsequent nach draußen bringen und uns die Stellen zeigen, an denen Sie Tiere gesehen haben. Fotos vom Fundort sind Gold wert.
Kontraproduktiv: Sprühdosen aus dem Baumarkt. Sie töten sichtbare Einzeltiere, treiben die Population aber in andere Verstecke und in Nachbarwohnungen, und die Rückstände können dazu führen, dass der Gelköder anschließend gemieden wird. Ebenfalls ungünstig ist großflächiges Auswischen der Kernbereiche kurz vor unserem Termin – wir brauchen die Spuren, um zu erkennen, wo die Population sitzt.
Häufige Fragen aus Bielefeld
Oft nicht. In den Gründerzeithäusern rund um den Siegfriedplatz und in den Straßen Richtung Werther Straße laufen die Küchen- und Badstränge senkrecht durch alle Geschosse, und die Durchführungen sind nach hundert Jahren und mehreren Sanierungen selten dicht. Wir prüfen bei der Erstinspektion deshalb die Wohnung über und unter Ihnen mit – meist genügt ein Blick unter die Spüle und in den Sockelbereich.
Wenn dort ebenfalls Spuren zu finden sind, sprechen wir mit Ihrer Hausverwaltung über eine strangweise Behandlung. Das ist am Ende günstiger, als dieselbe Wohnung dreimal im Jahr einzeln zu behandeln. Ist Ihre Wohnung tatsächlich isoliert betroffen, sagen wir das genauso deutlich.
Wir kennen den Damm. Termine südlich davon – Brackwede, Quelle, Ummeln, Senne, Sennestadt – legen wir bewusst nicht in die Zeit zwischen sieben und neun Uhr oder in den späten Nachmittag, sondern in den Vormittag oder frühen Abend. Bei Bedarf fahren wir über die A 33 statt über den Ostwestfalendamm, damit ein zugesagtes Zeitfenster hält.
Für dringende Fälle steht der Notdienst rund um die Uhr bereit, auch in den südlichen Stadtbezirken. Rufen Sie an, dann sagen wir Ihnen ehrlich, wann wir bei Ihnen sein können, statt eine Zeit zu versprechen, die der Verkehr nicht hergibt.
Zuerst das Praktische: Der häufigste Weg in eine WG-Küche in Schildesche oder im Universitätsviertel ist gebrauchtes Küchengerät – Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher – oder ein Umzugskarton, der zwischenzeitlich in einem befallenen Keller stand. Wer den Zeitpunkt der ersten Sichtung mit dem Einzugsdatum abgleicht, findet die Quelle meist selbst.
Rechtlich bleibt der Vermieter für die Beseitigung des Mangels zuständig, solange nicht nachgewiesen ist, dass ein Mieter den Befall verursacht hat. Melden Sie den Befall schriftlich an Vermieter oder Wohnheimverwaltung, am besten gemeinsam als WG. Wir behandeln in solchen Fällen die komplette Gemeinschaftsküche und, wenn Zimmer eigene Kochnischen haben, alle Nischen der Etage an einem Tag – sonst wandert der Befall nur um eine Tür weiter.
In aller Regel nicht. Weil wir mit Gelködern und punktuellen Applikationen arbeiten und nicht vernebeln, findet die Behandlung vor der Öffnung oder nach dem letzten Gast statt; der Betrieb läuft am nächsten Tag normal weiter. Bei Küchen im Souterrain am Sparrenberg-Hang oder in den engen Altstadtgebäuden rund um den Alten Markt planen wir zusätzlich Zeit für den Hinterhof und den gemeinsamen Mülltonnenstandort ein, weil dort meist der Nachschub sitzt.
Was Sie brauchen, ist eine saubere Dokumentation für Ihr Eigenkontrollsystem und für die Lebensmittelüberwachung: Befund, Mittel, Ködpunkte, Kontrolltermine, Abschluss. Die bekommen Sie von uns nach jedem Termin. Wenn mehrere Betriebe an Ihrem Hinterhof hängen – am Jahnplatz und am Kesselbrink ist das die Regel – sprechen wir die Nachbarn an, damit nicht in zwei Wochen alles von nebenan zurückkommt.
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Nicht sicher, ob es Schaben sind? Beschreiben Sie uns die Tiere am Telefon oder senden Sie ein Foto – zum Kontaktformular.
Schaben in der Küche eines Betriebs am Jahnplatz kurz vor der Frühschicht, ein Fund in der Gemeinschaftsküche eines Wohnheims am Wochenende, Tagsichtungen in einer Pflegeeinrichtung: Solche Lagen warten nicht bis Montag. Unser Notdienst ist rund um die Uhr erreichbar und fährt ins gesamte Stadtgebiet – von Jöllenbeck und Dornberg über Mitte und Schildesche bis nach Sennestadt und Senne. Der Aufschlag für Einsätze außerhalb der Geschäftszeiten beträgt 129 €.
Kontakt
Je genauer Sie beschreiben, wo und wann Sie die Tiere sehen, desto besser können wir den Termin vorbereiten. Unser Einsatzteam vor Ort meldet sich zurück.
Mitte, Schildesche, Brackwede, Sennestadt, Senne, Heepen, Stieghorst, Sieker, Baumheide, Jöllenbeck, Dornberg, Gadderbaum, Quelle und Ummeln – dazu das Umland in Ostwestfalen-Lippe. Unser Schädlingsbekämpfer kommt mit dem Einsatzteam vor Ort zu Ihnen; einen Publikumsverkehr am Standort gibt es nicht.