Hiddesen liegt westlich der Detmolder Kernstadt am Nordhang des Teutoburger Waldes und ist mit mehreren tausend Einwohnern einer der größten Ortsteile der Stadt. Bis zur kommunalen Neugliederung Anfang 1970 war Hiddesen eine eigenständige Gemeinde; seither gehört es zu Detmold. Oberhalb des Ortes erhebt sich die bewaldete Grotenburg mit dem Hermannsdenkmal, über den Kamm zieht der Hermannsweg, und nach Norden geht die offene Feldflur in das Waldgebiet mit Donoper Teich und Hiddeser Bent über. Der Ort hat eine lange Tradition als Erholungsort: Zwischen dem gewachsenen Kern mit Kirche, Grundschule und Geschäften stehen großzügige Villen, ehemalige Kur- und Pensionshäuser mit hohen Dachstühlen und alten Baumbeständen. Dazu kommen Ein- und Zweifamilienhäuser der Nachkriegsjahrzehnte, jüngere Baugebiete an den Hanglagen und einzelne Höfe, Weiden und Gartenparzellen am Ortsrand.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein anderes Muster als in der Innenstadt. Nicht die Kanalisation ist hier der Haupteinfallsweg, sondern die Fläche: Mäuse, Ratten, Wespen, Ameisen und Marder kommen von Wald, Wiese und Feuchtsenke ans Gebäude. In der alten Bausubstanz finden sie mehr Angebote als in einem Neubau — Natursteinkeller, offene Balkenlagen, Kastenfenster, weit auskragende Dachüberstände und Leitungsdurchführungen, die im Lauf der Jahrzehnte nachträglich gebohrt und nie sauber verschlossen wurden. Hohe, ungenutzte Dachböden sind für Marder und Fledermäuse ebenso attraktiv wie altes, verbautes Nadelholz für Hausbock und Nagekäfer. Dazu kommt der Ausflugsverkehr zum Hermannsdenkmal mit Gastronomie, Kiosken, Abfallplätzen und Übernachtungsangeboten — also Ratten an Tonnenstandplätzen, Schaben in Gewerbeküchen und im Einzelfall eingeschleppte Bettwanzen in Gästezimmern und Ferienwohnungen. Deshalb geht unser Schädlingsbekämpfer in Hiddesen fast immer zuerst die Gebäudehülle, den Dachraum und die Lagerbereiche ab und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel.