Ortsteil im Osten von Lemgo · Kreis Lippe
Schädlingsbekämpfung in Lemgo-Hörstmar
Hörstmar beginnt dort, wo die geschlossene Bebauung Lemgos aufhört. Zwischen Ackerschlägen, Weiden und den Waldrändern im Osten liegen Hofstellen, umgebaute Wirtschaftsgebäude und Häuser in Einzellage. Wer uns von hier anruft, meldet deshalb selten ein reines Küchenproblem — es geht um die Scheune, den Boden über dem Wirtschaftsteil oder um das einzige beheizte Gebäude weit und breit.
Genau das ändert die Arbeitsweise. In einer Hörstmarer Streulage kommen die Tiere nicht aus der Nachbarwohnung, sondern vom Feldrand, aus dem Waldsaum oder aus dem Futterlager. Wir behandeln deshalb zuerst außen an der Gebäudekante und erst danach innen.
Rückruf für Hörstmar anfordern
Sagen Sie uns, um welchen Gebäudeteil es geht — Wohnhaus, Stall, Scheune oder Lager. Danach richtet sich, wer wann rausfährt.
Steckbrief
Hörstmar in sechs Zeilen — und was daraus für die Behandlung folgt
Kein Ortsteil verhält sich wie der andere. Diese sechs Merkmale erklären fast jeden Befund, den wir in Hörstmar aufnehmen.
| Merkmal von Hörstmar | Kurz | Konsequenz für die Bekämpfung |
|---|---|---|
| Lage | Osten Lemgos | Zwischen Feldflur und Waldsaum. Zuwanderung erfolgt oberirdisch über Feldwege, Hecken und Grabenränder — nicht über ein dichtes Kanalnetz wie im Lemgoer Kern. |
| Siedlungsform | Streulage | Viele Objekte stehen frei. Ein Befall bleibt oft auf ein Grundstück begrenzt, dafür ist der Druck von außen dauerhaft hoch und kehrt jedes Jahr wieder. |
| Gebäude | Hof & Fachwerk | Wohnhaus, Stall, Scheune und Remise hängen häufig zusammen. Wir laufen alle Bauteile ab, weil der Einstieg selten dort liegt, wo die Tiere gesehen werden. |
| Nutzung | Futter & Stroh | Getreide, Kraftfutter, Stroh und Hackfrüchte sind Dauernahrung. Ohne Ordnung im Lager wirkt jede Maßnahme nur so lange, wie der Köder frischer ist als das Futter. |
| Tiere im Haus | Nutz- und Hoftiere | Hofhunde, freilaufende Katzen, Hühner, Pferde, dazu Schleiereule und Turmfalke in den Scheunen. Nichtzieltier-Schutz ist hier keine Formalie, sondern die Hauptbedingung. |
| Zufahrt | Wirtschaftswege | Wir planen Termine um Melk-, Fütterungs- und Erntezeiten. Im Herbst fahren wir früh oder spät, wenn die Maschinen von den Schlägen runter sind. |
Als Schädlingsbekämpfer nehmen wir diese Punkte bei der Erstinspektion auf und halten sie im Angebot fest — damit später nachvollziehbar bleibt, warum welche Maßnahme wo gesetzt wurde.
Erste Anzeichen
Woran Sie den Befall in Hörstmar erkennen
Auf einer Hofstelle sieht ein beginnender Befall anders aus als in einer Etagenwohnung. Diese sechs Bilder bekommen wir hier am häufigsten geschildert.
Trittsiegel im Staub der Futterkammer
Auf Mehlstaub, Kraftfutterresten oder dem Beton der Remise zeichnen sich Laufspuren ab. Legen Sie an einer verdächtigen Stelle etwas Mehl aus und schauen Sie am nächsten Morgen nach — das ist die einfachste Kontrolle, die Sie auf dem Hof selbst machen können.
Nachts rollt etwas über der Schlafzimmerdecke
Trippeln, Poltern und das Geräusch rollender Nüsse auf dem Dachboden sprechen bei waldnahen Häusern in Hörstmar meist für Wald- oder Gelbhalsmäuse. Sie klettern besser als Hausmäuse, legen Vorratsdepots an und ziehen ab Oktober aus dem Bestand in warme Dachräume.
Blank gelaufene Wechsel am Scheunensockel
Wanderratten benutzen feste Wege. An der Mistplatte, unter der Siloschürze oder entlang des Bruchsteinsockels bleibt ein handbreiter, vegetationsfreier Streifen zurück, dazu Löcher von Faustgröße mit ausgeworfener Erde. Frischer Kot glänzt dunkel und ist walzenförmig.
Angenagte Kabel an Schlepper und Ladewagen
Landmaschinen stehen in Hörstmar oft unter dem offenen Vordach statt in der geschlossenen Garage. Steinmarder nutzen den warmen Motorraum als Ruheplatz. Verräterisch sind Dämmwollreste auf dem Hofpflaster, Kot auf dem Balken über dem Stellplatz und Kratzgeräusche in der Dämmung.
Nagemehl unter dem Scheunendachstuhl
Kleine Kegel aus hellem Holzmehl auf dem Dielenboden, dazu ovale Ausfluglöcher in Nadelholzsparren: typisch für den Hausbock. In Eichenfachwerk mit erhöhter Feuchte finden wir eher runde Löcher des Gemeinen Nagekäfers. Beides gehört begutachtet, bevor die Statik betroffen ist.
Ständiger Anflug an Traufe oder Dachkasten
Ein gleichbleibender Flugweg zu einer Fuge im Giebel, an der Traufe der Scheune oder am Rollladenkasten weist auf ein Nest hin. Brummt es abends laut und fliegen große, rotbraun gezeichnete Tiere auch bei Dämmerung noch, ist es meist ein Hornissenvolk — und dann gilt Artenschutz.
Der Ort erklärt den Befall
Warum gerade in Lemgo-Hörstmar
Hörstmar hat keinen Schädlingsdruck, weil dort schlecht geputzt wird. Es hat ihn, weil Feld, Wald und Futterlager unmittelbar an die Gebäude grenzen.
Der Erntekalender bestimmt den Anrufkalender. Solange Getreide und Mais auf den Schlägen östlich von Hörstmar stehen, haben Feld- und Waldmäuse Deckung und Nahrung im Freien. Mit dem Drusch im Hochsommer und spätestens mit der Maisernte im Oktober verschwinden beide über Nacht. Was bleibt, ist eine kahle Fläche — und das nächstgelegene warme, trockene Gebäude ist die Hofstelle oder das freistehende Wohnhaus am Feldrand. Deshalb häufen sich Meldungen aus Hörstmar nicht gleichmäßig übers Jahr, sondern in einem scharfen Fenster zwischen später Ernte und erstem Frost.
Der Waldsaum liefert eine zweite, ganz andere Zuwanderung. Häuser in Randlage zum Gehölz bekommen im Herbst keine Hausmäuse aus dem Nachbarhaus, sondern Wald- und Gelbhalsmäuse direkt aus dem Bestand. Diese Arten klettern an Fassaden, Efeu und Regenfallrohren hoch und steigen über Traufspalten und Lüftungsziegel in Dachräume ein — nicht unten am Sockel, wo die meisten Hausbesitzer zuerst suchen. Wer bei einem waldnahen Objekt in Hörstmar nur im Keller Fallen aufstellt, sucht am falschen Ende des Hauses.
Ohne dichtes Kanalnetz ändert sich die Rattenstrategie. In der Lemgoer Kernstadt wandern Wanderratten häufig über Abwasserleitungen und tauchen an schadhaften Anschlüssen auf. In den Hörstmarer Einzellagen fehlt dieser Weg oft ganz. Die Tiere kommen stattdessen oberirdisch: entlang von Gräben und Feldhecken, über Wirtschaftswege, dann zur Mistplatte, zum Silo, zum Kälberstall. Wir legen die Bekämpfung deshalb als äußeren Gürtel entlang der Gebäudekante und der Laufwege an, statt uns auf Schächte zu konzentrieren, die es hier gar nicht gibt.
Die Bausubstanz gibt die Einstiege vor. Viele Hörstmarer Hofstellen bestehen aus einem älteren Kernbau mit Fachwerk und Bruchsteinsockel, angebauten Ziegelställen aus der Nachkriegszeit und einer jüngeren Maschinenhalle. Jede dieser Schichten hat ihre typische Schwachstelle: ausgewaschene Fugen im Sockel, ein Dielentor, das nach Jahrzehnten drei Zentimeter über dem Boden Luft lässt, Rohrdurchführungen im Stall ohne Manschette, offene Traufkästen am Kaltdach. Für eine Maus reicht ein Spalt von rund sechs Millimetern, für eine junge Ratte etwa zwei Zentimeter — solche Maße finden sich an fast jedem gewachsenen Hof, wenn man sie sucht.
Neubauten am Ortsrand haben ihre eigenen Schwächen. Wo in Hörstmar in den letzten Jahrzehnten am Dorfrand direkt an die Feldflur gebaut wurde, sitzen die Probleme nicht in alten Fugen, sondern im Wärmedämmverbundsystem. Mäuse legen Gänge in der Dämmebene an, Marder ziehen hinter die Fassadenverkleidung und in die Aufdachdämmung. Das ist von außen lange unauffällig und fällt erst über Geräusche oder feuchte Stellen auf. Hier arbeiten wir mit Endoskop und Verschluss der Zugänge, nicht mit Ködern im Wohnbereich.
Nichtzieltiere sind in Hörstmar die Hauptbedingung, nicht die Ausnahme. Auf den meisten Grundstücken leben Hofhunde, freilaufende Katzen, Hühner oder Pferde. In den Scheunen brüten regelmäßig Schleiereulen, an den Giebeln Turmfalken — beides Arten, die vergiftete Nagetiere fressen und dabei selbst Schaden nehmen können. Wir setzen Rodentizide daher nur in verschlossenen, gesicherten Köderschutzstationen ein, verzichten auf Dauerbeköderung, kontrollieren in kurzen Intervallen und suchen verendete Tiere gezielt ab. In Ställen und über offener Futterlagerung arbeiten wir stattdessen mit Schlagfallen und Verschluss.
Das Futterlager entscheidet über den Erfolg. Solange in der Scheune ein offener Getreidehaufen liegt oder Kraftfuttersäcke direkt auf dem Boden an der Wand stehen, ist jeder Köder nur zweite Wahl. Bei landwirtschaftlichen Betrieben in Hörstmar gehört deshalb zur Behandlung immer eine nüchterne Aufnahme der Lagerung dazu: Abstand zur Wand, dichte Behälter, Reste beseitigen, Verschnitt- und Spillbereiche säubern. Wer für Molkerei oder Erzeugergemeinschaft ein Audit fahren muss, bekommt von uns die Stationen mit Lageplan und Kontrollprotokoll dokumentiert.
Vorräte, Ställe und Hobbyhaltung bringen eigene Arten mit. Neben Nagern melden Hörstmarer Kunden regelmäßig Kornkäfer und Getreidemotten im Lager, die Rote Vogelmilbe in Hobbyhühnerställen und Katzenflöhe, die über Hofkatzen oder einen im Schuppen überwinternden Igel ins Wohnhaus getragen werden. Diese Fälle laufen völlig anders als Nagerbekämpfung: Hier zählen Temperatur, Behandlungsintervall und die vollständige Erfassung aller Ritzen in Sitzstangen und Nistmaterial.
Feldrand: das Herbstfenster
Von der Maisernte bis zum ersten Frost steigen die Meldungen aus den Randlagen sprunghaft. Wer den Verschluss vor Oktober erledigt, spart sich den Winter.
Waldsaum: Einstieg von oben
Bei waldnahen Objekten prüfen wir zuerst Traufe, Lüftungsziegel und Fallrohre. Der Sockel ist dort selten die Eintrittsstelle.
Hofstelle: alle Bauteile
Wohnhaus, Stall, Scheune und Halle hängen zusammen. Wir laufen jeden Bauteil ab, weil der Einstieg fast nie dort liegt, wo die Tiere gesehen werden.
Hof- und Wildtiere schützen
Gesicherte Stationen, kurze Kontrollintervalle, keine Dauerbeköderung, gezielte Kadaversuche — wegen Katzen, Hühnern und Schleiereulen in der Scheune.
Termin nach der Hofarbeit
Wir legen Einsätze um Melk- und Fütterungszeiten und fahren in der Erntesaison früh oder spät, wenn die Zufahrt frei ist.
Ablauf
Vom Anruf bis zur Nachkontrolle in Hörstmar
Fünf Schritte, die auf Hofstellen und Einzellagen zugeschnitten sind — nicht auf eine Etagenwohnung.
Anruf mit Gebäudefrage
Wir klären am Telefon, ob es um Wohnhaus, Stall, Scheune oder Lager geht, welche Tiere auf dem Hof leben und wo Futter steht. Danach richtet sich, welche Ausrüstung mitkommt.
Erstinspektion — außen zuerst
Rundgang über Sockel, Fundament, Mistplatte, Silo, Dielentore und Traufe, dann erst innen. In Hörstmar liegt die Ursache fast immer draußen, das Symptom drinnen.
Schriftliches Angebot
Sie bekommen Maßnahmenplan, Stationsorte, Schutz der Nichtzieltiere und ein Terminfenster, das zu Melkzeit oder Ernte passt — bevor irgendetwas gesetzt wird.
Durchführung
Gesicherte Stationen entlang der Gebäudekante und der Laufwege, Fallen dort, wo Nutztiere oder Futter Köder ausschließen, dazu Verschluss der gefundenen Einstiege.
Kontrolle und Protokoll
Nachkontrolle im vereinbarten Intervall, Bilanz der Annahme, Absuche verendeter Tiere, Lageplan und Dokumentation — verwendbar für Audit, Vermieter oder Hausverwaltung.
Preis-Orientierung
Was Schädlingsbekämpfung in Hörstmar kostet
Die Ab-Preise gelten für unser gesamtes Einsatzgebiet. Was den Preis in Hörstmar konkret bewegt, steht in der dritten Spalte.
| Leistung | Ab-Preis | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|
| Ratten und Mäuse | ab 189 € | Anzahl der Gebäudeteile: Ein Wohnhaus allein liegt am unteren Rand, eine Hofstelle mit Stall, Scheune und Halle braucht deutlich mehr Stationen und mehr Kontrollgänge. |
| Bettwanzen | ab 239 € | Zahl der betroffenen Räume und die Ausstattung. In umgebauten Wirtschaftsteilen mit vielen Holzverkleidungen und Dielenfugen steigt der Aufwand für die Absuche. |
| Kakerlaken und Schaben | ab 199 € | In Hörstmar selten und dann meist eingeschleppt. Preisbestimmend sind Wärmequellen im Raum und ob angrenzende Einheiten mitbehandelt werden müssen. |
| Wespen und Hornissen | 189–339 € | Vor allem die Erreichbarkeit: Rollladenkasten ebenerdig ist günstig, Nest im Scheunengiebel oder unter dem Dachkasten braucht Leiter, Sicherung und mehr Zeit. |
| Ameisen | ab 149 € | Ob es um Wegameisen im Hofpflaster geht oder um Rossameisen, die am Waldrand feuchtes Balkenholz besiedelt haben — Letzteres verlangt Ortung des Nests im Bauteil. |
| Flöhe | ab 199 € | Fläche und Textilanteil, dazu die Quelle: Hofkatze, Hund oder ein Wildtier, das im Schuppen überwintert hat. Ohne Behandlung der Quelle kommt der Befall zurück. |
| Marder | ab 219 € | Zugänglichkeit von Dachraum und Fassade. Vergrämung plus dauerhafter Verschluss ist aufwendiger als ein einzelner Einstieg am Traufkasten. |
Anfahrtspauschale 35 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet. Notdienst-Einsätze außerhalb der regulären Zeiten kosten 129 € zusätzlich. Alle Angaben sind Ab-Preise; die verbindliche Zahl steht im schriftlichen Angebot nach der Besichtigung.
Unser Vorgehen bei den Kosten
Transparente Preise, schriftliches Angebot vor Arbeitsbeginn. Lediglich eine Anfahrtspauschale von 35 € — bei Beauftragung vollständig verrechnet.
Eine verbindliche Zahl am Telefon nennen wir bewusst nicht: Auf einer Hörstmarer Hofstelle entscheidet sich der Aufwand daran, wie viele Gebäudeteile angebunden sind und wie viel Futter offen lagert. Das sieht man erst vor Ort. Wir sagen Ihnen die Spanne am Telefon und die Zahl nach dem Rundgang.
- Keine Arbeiten, bevor Sie das Angebot gelesen haben.
- Kontrollgänge und Dokumentation werden im Angebot einzeln ausgewiesen.
- Bauliche Verschlussarbeiten kalkulieren wir getrennt, damit Sie entscheiden können, was Sie selbst erledigen.
Fachwissen
Rechtliches und Fachliches für Hörstmarer Objekte
Was auf einem Hof gilt, unterscheidet sich spürbar von den Regeln in einer Mietwohnung. Die wichtigsten Punkte im Überblick.
Warum reicht Innenbekämpfung an einer Hörstmarer Hofstelle nicht?
In einem Mehrfamilienhaus ist der Zustrom begrenzt. An einer Streulage zwischen Feld und Waldsaum ist er praktisch unbegrenzt: Wird die Population im Gebäude reduziert, ohne dass sich am Angebot draußen und an den Einstiegen etwas ändert, füllt sich der frei gewordene Raum wieder auf.
Deshalb besteht eine Behandlung hier immer aus drei Teilen — Reduktion im Gebäude, Bearbeitung der äußeren Laufwege und dauerhafter Verschluss der Zugänge. Fällt der dritte Teil weg, ist die Wirkung auf eine Saison begrenzt.
Rodentizide auf dem Hof: Was ist neben Katze, Huhn und Schleiereule zulässig?
Antikoagulanzien dürfen im Freien nur von sachkundigen Anwendern und ausschließlich in verschlossenen, gegen Nichtzieltiere gesicherten Köderschutzstationen eingesetzt werden. Eine Dauerbeköderung „für alle Fälle" ist nicht zulässig — die Zulassungsauflagen sehen befristete Bekämpfungsmaßnahmen mit Kontrollen und anschließender Räumung der Köder vor.
Der Grund ist in Hörstmar unmittelbar sichtbar: Greifvögel und Eulen, die in Scheunen und an Giebeln brüten, fressen geschwächte Nager und können dabei Wirkstoff aufnehmen. Wir suchen verendete Tiere deshalb aktiv ab und entsorgen sie fachgerecht. In Ställen und über offener Futterlagerung arbeiten wir bevorzugt mit Schlagfallen statt mit Ködern.
Hornissen und Wildbienen am Waldrand: Was der Artenschutz vorschreibt
Hornissen, Hummeln und Wildbienen zählen zu den besonders geschützten Arten. Nester dürfen nicht ohne Weiteres beseitigt werden; erforderlich ist eine Ausnahme der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde — für Hörstmar der Kreis Lippe. Genehmigt wird in der Regel nur, wenn eine erhebliche Gefährdung vorliegt und Umsetzen die schonendere Lösung ist.
Für alle übrigen wildlebenden Tiere gilt der allgemeine Artenschutz nach § 39 BNatSchG: Sie dürfen nicht ohne vernünftigen Grund getötet oder erheblich gestört werden. Ein Hornissennest hoch im Scheunengiebel, das niemanden im Arbeitsweg stört, lassen wir deshalb oft stehen und beraten stattdessen zum Verhalten bis zum natürlichen Absterben des Volkes im Spätherbst.
Steinmarder im Scheunendach: Jagdrecht statt Bekämpfung
Der Steinmarder unterliegt in Nordrhein-Westfalen dem Jagdrecht. Fang und Tötung sind an Jagdzeiten gebunden und dem Jagdausübungsberechtigten vorbehalten — ein Schädlingsbekämpfer darf das Tier nicht einfach entnehmen.
Unsere Arbeit besteht deshalb aus Vergrämung, gründlicher Reinigung der Duftmarken und vor allem aus dem baulichen Verschluss. Auf Hörstmarer Höfen mit angebauten Dächern und offenen Traufkästen ist der Verschluss der aufwendigere, aber allein dauerhafte Teil. Für Schäden an Fahrzeugen unter dem Vordach ergänzen wir mechanische Schutzmaßnahmen im Motorraum.
Vermietete Wohnung im Altenteil oder Wirtschaftsteil: § 536 BGB
In Hörstmar sind viele Wohneinheiten Einliegerwohnungen, Altenteile oder ausgebaute Wirtschaftsteile — vermietet oft von der Familie, die den Hof führt. Rechtlich gelten dieselben Regeln wie überall: Ein Schädlingsbefall, der die Nutzung der Wohnung beeinträchtigt, ist ein Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 BGB. Die Beseitigung gehört nach § 535 Abs. 1 BGB zur Instandhaltungspflicht des Vermieters, solange der Mieter den Befall nicht selbst verschuldet hat.
Praktisch heißt das: Der Mieter meldet den Befall unverzüglich und schriftlich, der Vermieter beauftragt die Bekämpfung, der Mieter gewährt Zugang und hält die Vorbereitungsanweisungen ein. Wir stellen Rechnung und Protokoll so aus, dass beide Seiten den Vorgang belegen können. Eine Rechtsberatung ist das nicht — im Streitfall hilft nur der Anwalt.
Holzschädlinge im Dachstuhl von Scheune und Fachwerk
In den Nadelholz-Dachstühlen der Hörstmarer Wirtschaftsgebäude ist der Hausbock der wichtigste Zerstörer; sein Larvenfraß kann tragende Querschnitte über Jahre aushöhlen, ohne dass außen viel zu sehen ist. In feuchtem Eichenfachwerk finden wir eher den Gemeinen Nagekäfer, bei dauerhafter Durchfeuchtung auch holzzerstörende Pilze.
Bekämpfende Maßnahmen an verbautem Holz richten sich nach DIN 68800-4. Vor jeder Behandlung steht die Bestimmung der Art, die Abgrenzung des befallenen Bereichs und die Klärung der Feuchteursache — sonst behandelt man ein Bauteil, das anschließend erneut befallen wird. Bei geschädigter Statik ziehen wir den Zimmerer hinzu.
Häufige Fragen
Was uns aus Hörstmar am häufigsten gefragt wird
Wir wohnen in Hörstmar in Einzellage am Feldrand — jeden Herbst kommen Mäuse. Lässt sich das dauerhaft abstellen?
Den Zustrom vom Feld können Sie nicht abstellen — der gehört zur Lage. Was sich abstellen lässt, ist der Eintritt ins Gebäude. Wir nehmen bei der Erstinspektion jeden Spalt am Sockel, jede Rohrdurchführung, Kellerlichtschächte, Tore und Traufbereiche auf und verschließen sie mit nagesicherem Material. Ein Spalt von etwa sechs Millimetern reicht einer Maus bereits.
Objekte, bei denen der Verschluss im Sommer erledigt wurde, melden sich in der Regel im nächsten Herbst nicht wieder. Sinnvoll ist der Termin vor Beginn der Maisernte, nicht danach.
Auf unserem Hof in Hörstmar leben Katzen, Hunde und Hühner. Können Sie trotzdem gegen Ratten vorgehen?
Ja, das ist auf Hörstmarer Hofstellen der Regelfall und kein Hindernis. Köder kommen ausschließlich in verschlossene, gegen Nichtzieltiere gesicherte Stationen, die wir befestigen und regelmäßig kontrollieren. Im Stall, an Futterplätzen und überall dort, wo Nutztiere frei laufen, arbeiten wir mit abgedeckten Schlagfallen statt mit Wirkstoff.
Wir fragen vor dem Einsatz ab, welche Tiere wo unterwegs sind, und tragen die Stationsorte in einen Lageplan ein. Verendete Nager suchen wir bei jedem Kontrollgang gezielt ab, damit Hofkatzen und Greifvögel sie nicht aufnehmen.
In unserer Scheune am Hörstmarer Waldrand hängt ein großes Nest im Giebel — dürfen Sie das entfernen?
Das hängt an der Art. Bei einem gewöhnlichen Wespenvolk in Traufe, Dachkasten oder Rollladenkasten können wir bei Gefährdung direkt handeln. Handelt es sich um Hornissen — in waldnahen Scheunen keineswegs selten —, sind sie besonders geschützt: Entfernen oder Umsetzen ist nur mit Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Lippe zulässig.
Wir bestimmen die Art vor Ort, prüfen die tatsächliche Gefährdung im Arbeitsweg und sagen Ihnen ehrlich, wenn Stehenlassen bis zum Herbst die bessere Lösung ist. Ein Volk in einem hohen Giebel, unter dem niemand täglich arbeitet, muss meist nicht weg.
Wie schnell ist der Notdienst in Hörstmar da, wenn die Zufahrt nur über den Wirtschaftsweg geht?
Der Notdienst ist rund um die Uhr erreichbar. Für Hörstmar bitten wir am Telefon um eine kurze Beschreibung der Zufahrt — welcher Weg, welche Abzweigung, ob ein Tor geschlossen ist und ob ein Hofhund frei läuft. Das spart bei Dunkelheit mehr Zeit als jede Navigationsangabe.
Echte Notfälle sind hier vor allem Stiche im Stall- oder Arbeitsbereich, ein Wespenvolk direkt am Futtergang und akute Rattenprobleme im Milchvieh- oder Lagerbereich. Alles andere fahren wir regulär an und legen den Termin so, dass er Melkzeit und Ernte nicht durchkreuzt.
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Wespen am Futtergang, Stiche bei der Stallarbeit oder Ratten im Milchvieh- und Lagerbereich warten nicht bis Montag. Rufen Sie an und beschreiben Sie uns kurz die Zufahrt über den Wirtschaftsweg — dann finden wir den Hof auch im Dunkeln.
Kontakt
Anfrage für Lemgo-Hörstmar
Je genauer Sie Gebäudeteil, Tierhaltung und Futterlagerung beschreiben, desto besser können wir den Einsatz vorbereiten.
Vor unserem Besuch in Hörstmar
- Kot, Nagespuren oder Nest fotografieren und nichts wegwischen.
- Zugang zu Dachboden, Stall, Scheune und Futterlager freihalten.
- Hofhund anleinen und uns sagen, wo Katzen und Hühner unterwegs sind.
- Offene Futtersäcke möglichst schon vorher in dichte Behälter umfüllen.