Bärenkämpen liegt im Norden des Mindener Stadtgebiets, nördlich des Mittellandkanals und zwischen der Innenstadt und Minderheide. Der Stadtbezirk ist keine gewachsene Bauerschaft, sondern das Ergebnis einer Planung: Ab den 1960er-Jahren entstand hier die größte zusammenhängende Wohnbauerweiterung der Nachkriegszeit in Minden. Das Ergebnis ist eine Mischung aus mehrgeschossigem Wohnungsbau in langen Zeilen und einzelnen Punkthäusern, dazwischen Reihenhausgruppen und Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten. Rund 7.000 Menschen aus vielen Nationen leben hier, das Durchschnittsalter liegt spürbar unter dem der Gesamtstadt. Zur Infrastruktur gehören unter anderem das Besselgymnasium, die Freiherr-von-Vincke-Realschule, das Melittabad mit Hallen- und Freibad, Kitas, ein Jugendzentrum und ein 2019 eröffnetes Begegnungszentrum. Bis in die 1990er-Jahre prägte zudem die britische Garnison in unmittelbarer Nachbarschaft das Quartier; nach ihrem Abzug zogen viele Spätaussiedlerfamilien nach.
Für die Schädlingsbekämpfung ist diese Bauform entscheidend, und sie unterscheidet Bärenkämpen deutlich von den ländlichen Mindener Ortsteilen. Wo Dützen oder Todtenhausen mit Hofstellen und Feldrändern zu tun haben, zählt hier die Gebäudetechnik: durchgehende Kellergänge unter mehreren Hauseingängen, gemeinsame Steig- und Installationsschächte, Müllräume, Waschküchen und Trockenkeller. Ein Befall bleibt in solchen Häusern selten in einer Wohnung. Deutsche Schaben wandern nachts durch Rohrdurchführungen in die Nachbareinheit, Bettwanzen reisen über Möbel, Reisegepäck und Sockelleisten, Mäuse nutzen den Schacht wie eine Autobahn zwischen den Etagen. Unser Schädlingsbekämpfer prüft in Bärenkämpen deshalb nie nur die gemeldete Wohnung, sondern immer auch die angrenzenden Einheiten, den Keller und den Müllstandort — und erst wenn dieses Bild steht, wird über Köder, Fallen oder Behandlungsmittel gesprochen.