Oerlinghausen liegt im Westen des Kreises Lippe, rund zwölf Kilometer südöstlich von Bielefeld, auf einem Pass über den Kamm des Teutoburger Waldes. Etwa 17.500 Menschen leben in den drei Stadtteilen Oerlinghausen, Helpup und Lipperreihe, die 1969 zur heutigen Stadt zusammengelegt wurden; dazu kommen gewachsene Ortslagen wie Währentrup, Wellentrup, Mackenbruch und die Südstadt. Die Kernstadt und Währentrup liegen am Nordhang des 334 Meter hohen Tönsbergs, Helpup nördlich des Kamms an der B 66 zwischen Bielefeld und Lage, Südstadt und Lipperreihe südlich davon in der Ebene am Rand der Senne. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1036 als Vorwerk Orlinchusen; im 19. Jahrhundert war Oerlinghausen ein Zentrum der lippischen Leinenweberei, woran der Weberpark bis heute erinnert. Der Segelflugplatz auf dem Tönsberg zählt zu den größten und aktivsten Europas, das Archäologische Freilichtmuseum zu den bekanntesten seiner Art.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt das ein Muster, das man in Lippe sonst kaum findet. In der Altstadt stehen Fachwerk- und Weberhäuser an schmalen Gassen rund um die Alexanderkirche: Holzbalkendecken, Gefache, tiefe Hangkeller mit Feuchtigkeit an der Bergseite. Dort laufen Mäuse in Hohlräumen, und in altem, ungeschütztem Bauholz sind Holzschädlinge ein wiederkehrendes Thema. Am Hang selbst prägen Trockenmauern, Stützmauern und besonnte Böschungen die Grundstücke — Erdnester von Wespen und Ameisenstraßen an Terrassen- und Fassadenanschlüssen gehören hier zum Sommer. Nördlich des Kamms, in Helpup, Währentrup und Wellentrup, ist der Ort deutlich ländlicher: Hofstellen, Feldflur, Lagerflächen und die Verkehrsachse der B 66. Wenn ab dem Spätsommer Deckung und Nahrung von den Flächen verschwinden, wechseln Mäuse und Ratten entlang von Hecken und Gräben an die Gebäude. Südlich des Kamms wiederum, in Lipperreihe und der Südstadt, liegen sandige Böden am Sennerand mit lockerem Kiefernbestand — perfekt für Ameisennester unter Platten und Pflasterfugen. Und weil der Kamm des Teutoburger Waldes direkt über der Stadt verläuft und die Hermannshöhen mitten hindurchführen, kommen zwei weitere Themen dazu: Marder in Dachböden waldnaher Häuser und Bettwanzen, die über Wander- und Reiseverkehr in Ferienwohnungen und Gästezimmer getragen werden.