Bielefeld ist mit rund 340.000 Einwohnern die größte Stadt Ostwestfalen-Lippes und gliedert sich in zehn Stadtbezirke — von Mitte, Schildesche und Heepen über Brackwede und Gadderbaum bis Senne, Sennestadt, Dornberg, Jöllenbeck und Stieghorst. Der Teutoburger Wald zieht sich quer durch das Stadtgebiet, dazu kommen Bachläufe wie Lutter und Johannisbach, der Obersee in Schildesche und ausgedehnte Grünzüge. Für Wanderratten ergibt das ein durchgehendes Wegenetz aus Uferbewuchs, Verrohrungen, Grünstreifen und Kanalanschlüssen, auf dem sie erhebliche Strecken zurücklegen — der Grund, warum eine Rattenbekämpfung in Bielefeld selten an der Grundstücksgrenze endet.
Die Stadt Bielefeld hat das Thema institutionalisiert: Eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe zur Rattenbekämpfung, an der unter anderem die Stadtentwässerung im Umweltbetrieb beteiligt ist, koordiniert das Vorgehen im öffentlichen Raum, und die Stadt unterhält unter bielefeld.de eine eigene Informationsseite zum Thema. Zu den dort genannten Empfehlungen für Eigentümer gehören ausdrücklich die Instandsetzung defekter Kanalrohre und Hausanschlüsse sowie der Einbau von Rückstauklappen — beides Punkte, die wir bei der Inspektion mit prüfen, weil ein schadhafter Anschluss den bequemsten aller Zugänge darstellt.
In der Praxis unterscheiden sich die Bezirke deutlich. In der dichten Bebauung rund um Altstadt, Jahnplatz und die Bahnhofslagen laufen Meldungen aus verbundenen Kellern, Hinterhöfen und Gastronomiebereichen zusammen; hier hilft eine Behandlung an einer einzigen Adresse selten. In den Rand- und Hanglagen Richtung Teutoburger Wald sowie in den ländlicher geprägten Teilen von Senne, Jöllenbeck und Dornberg kommen die Tiere dagegen häufiger von außen über die Fläche — von Komposthaufen, Futterstellen, Pferdeboxen und Nebengebäuden. Entsprechend anders liegen die Köder- und Monitoringpunkte.