Barntrup liegt im äußersten Osten des Kreises Lippe, im Lipper Bergland und im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge, dicht an der Landesgrenze zu Niedersachsen. Auf rund 55 Quadratkilometern leben etwa 8.600 Menschen, verteilt auf die Kernstadt und die Ortsteile Alverdissen, Sonneborn, Selbeck und Sommersell, die zum 1. Januar 1969 zur heutigen Stadt zusammengelegt wurden. Die Altstadt sitzt auf einem Bergrücken über der Bega, die südöstlich des Stadtkerns entspringt und nach Westen aus dem Stadtgebiet fließt. Westlich der Stadt steht das Renaissance-Schloss, im Zentrum Kirche und Rathaus, dazwischen Fachwerkhäuser aus der Zeit, in der Flachsanbau und Leinenhandel die Gegend wohlhabend machten. Sonneborn liegt zwischen dem 343 Meter hohen Saalberg mit seinem Windmühlenstumpf und dem 285 Meter hohen Knappberg, der wegen seiner teils seltenen Pflanzenwelt als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist; Selbeck und Sommersell liegen am Rand großer Waldgebiete.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein Bild, das mit dem der größeren Städte im Kreis wenig gemein hat. Statt dichter Straßenzüge prägen gewachsene Ortskerne, Hofstellen und Einzellagen das Stadtgebiet. Fachwerk mit Balkendecken, Gefachen und Holzverbindungen bietet Mäusen Laufwege im Hohlraum und Holzschädlingen trockenes, ungestörtes Bauholz; unter alten, tief heruntergezogenen Dächern findet der Steinmarder bequeme Einstiege. Die Bega ist hier noch kein breiter Fluss, sondern ein junger Bachlauf mit Zuflüssen, Gräben und Verrohrungen — Rattenwege verlaufen deshalb weniger über ein großes Kanalnetz als über Uferbewuchs, Kompost, Futterstellen und offene Lager an den Höfen. Die Höhenlage von gut 200 Metern und die kühleren Nächte im Bergland ziehen den Wechsel der Nager von der Feldflur ins Gebäude eher nach vorn als in den Niederungen. In den Gewerbegebieten sowie in Bäckereien, Gasthäusern und Betrieben mit Lebensmittelbezug bleiben Schaben ein eigenes Kapitel, bei dem eine sauber dokumentierte Bekämpfung zählt.