Schwarzenmoor ist mit rund 14,7 Quadratkilometern der flächengrößte Stadtteil Herfords und zugleich einer der am dünnsten besiedelten: Auf dieser Fläche leben nur etwa 1.600 Menschen, also gut hundert je Quadratkilometer. Bis zum 1. Januar 1969 war Schwarzenmoor eine eigenständige Gemeinde, seither gehört es zur Stadt Herford. Das Gelände steigt von rund 60 Metern über dem Meeresspiegel bis auf 238 Meter an; auf dem Dornberg liegt mit 240 Metern die höchste Erhebung des gesamten Herforder Stadtgebiets, daneben prägen Eggeberg und Heuberg das Bild, und auf dem Stuckenberg steht der Herforder Bismarckturm. Im Nordosten grenzt der Stadtteil an Löhne, im Osten an Vlotho-Exter, im Nordwesten an Falkendiek und im Süden an die Neustädter Feldmark. Eine Besonderheit ist die Exklave Klein Schwarzenmoor, die vom übrigen Stadtteil abgetrennt liegt. Verkehrlich ist Schwarzenmoor wichtiger, als die Einwohnerzahl vermuten lässt: Die A2 durchquert den östlichen Teil auf etwa zwei Kilometern, die Anschlussstelle 30 Herford Ost ist die einzige Autobahnauffahrt auf Herforder Stadtgebiet, und die Autobahnmeisterei Herford betreut von hier aus rund 77 Kilometer Autobahn. Die Mindener Straße zieht sich auf etwa zwei Kilometern durch den Norden. Kirchlich versammelt sich der Stadtteil um die Thomaskirche, die seit 1962 in ihrer heutigen Form genutzt wird.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein Muster, das mit der Herforder Innenstadt wenig gemein hat. Nicht die Kanalisation ist hier der Haupteinfallsweg, sondern die offene Fläche: Mäuse, Ratten, Marder und Wespen kommen von Feldrand, Böschung, Waldsaum und Autobahnbegleitgrün ans Gebäude. Höfe, Scheunen und Nebengebäude mit Naturstein- oder Betonsockeln, offenen Balkenlagen und nachträglich gebohrten Leitungsdurchführungen bieten Einschlupfwege, die man nur beim genauen Hinsehen findet. Dazu kommt die ausgeprägte Pferdehaltung — der Reiterverein von Derfflinger besteht hier seit 1925, dazu Pensionsställe und private Anlagen. Wo Hafer, Müsli und Heu gelagert werden, wo Mist zwischengelagert wird und wo Futtertröge über Nacht stehen bleiben, ist ein Nagerbefall keine Frage des Ob, sondern des Wann. Auch die Streusiedlung selbst spielt eine Rolle: Zwischen zwei Anwesen liegen oft mehrere hundert Meter Feld, sodass ein Befall lange unbemerkt bleibt und sich in Ruhe aufbaut, bevor jemand die ersten Spuren meldet. Unser Schädlingsbekämpfer geht in Schwarzenmoor deshalb fast immer zuerst Gebäudehülle, Lager- und Stallbereiche ab und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel.