Paderborn zählte zum Jahresende 2025 rund 157.300 Einwohnerinnen und Einwohner und ist damit das Oberzentrum für den Südosten Ostwestfalen-Lippes. Der weitaus größte Teil lebt in der Kernstadt mit gut 90.000 Menschen, dahinter folgen Schloß Neuhaus mit rund 26.900 — einschließlich Sennelager und Mastbruch — und Elsen mit etwa 16.300. Deutlich kleiner und dörflicher geprägt sind Wewer, Sande, Marienloh, Benhausen, Neuenbeken und Dahl. Dazu kommt die Universität Paderborn, an der im Wintersemester 2025/26 rund 16.800 Studierende eingeschrieben waren, knapp jede und jeder fünfte davon aus dem Ausland.
Genau diese Mischung erklärt, warum uns aus Paderborn so regelmäßig Bettwanzen gemeldet werden. Bettwanzen wandern nicht über den Garten ein, sie reisen mit: in Koffernähten, Rucksäcken, Umzugskartons und vor allem in gebrauchten Möbeln. Eine Stadt mit knapp 17.000 Studierenden hat zweimal im Jahr eine Umzugswelle, bei der möblierte Zimmer weitergegeben und Matratzen über Kleinanzeigen weitergereicht werden. Dazu kommen Gäste, die zum Libori-Fest Ende Juli, zu Tagungen oder über den Flughafen Paderborn/Lippstadt in die Stadt kommen, sowie Gemeinschaftsunterkünfte rund um Sennelager mit hoher Belegungsfluktuation. Bei der Bettwanzen-Bekämpfung in Paderborn prüfen wir in Mehrfamilienhäusern deshalb immer auch die angrenzenden Einheiten mit und stimmen uns mit der Hausverwaltung ab, statt Wohnung für Wohnung isoliert zu behandeln — in den Altbauquartieren der Kernstadt mit Dielenböden, tiefen Sockelleisten und durchgehenden Leitungsschächten bleibt ein länger unbemerkter Befall selten auf eine Wohnung beschränkt. In den flächigeren Ortsteilen wie Elsen oder Wewer überwiegen dagegen Ein- und Zweifamilienhäuser, bei denen sich der Befall meist auf ein einzelnes Schlafzimmer eingrenzen lässt.