Sennelager liegt im Norden Paderborns und gehört verwaltungsmäßig zum Stadtbezirk Schloß Neuhaus, der 1975 eingemeindet wurde. Der Ort ist untrennbar mit dem Truppenübungsplatz Senne verbunden: Das Gelände wird seit dem späten 19. Jahrhundert militärisch genutzt, nach 1945 von den britischen Streitkräften, die hier bis heute Übungsbetrieb unterhalten. Daraus ist eine ungewöhnliche Mischung gewachsen — Kasernen- und Werkstattflächen, ehemalige britische Wohnsiedlungen, die nach und nach in zivile Nutzung übergehen, dazwischen normale Einfamilienhausstraßen, Gewerbebetriebe entlang der Bielefelder Straße als Hauptachse Richtung Hövelhof und Bielefeld sowie der Haltepunkt Sennelager an der Sennebahn. Ringsum liegt die Senne selbst: eine sandige, nährstoffarme Landschaft aus Kiefernwald, Heideflächen und Binnendünen, die im Bereich des Übungsplatzes zu den größten zusammenhängenden Naturräumen Nordrhein-Westfalens zählt.
Für die Schädlingsbekämpfung ergeben sich daraus drei sehr unterschiedliche Auftragsbilder, die im selben Ortsteil nebeneinanderliegen. In den Wohnstraßen dominieren Wespen, Ameisen und Mäuse, die aus Garten, Böschung und Waldrand kommen — der Sennesand macht Erdnester und Ameisenstraßen unter Terrassenplatten hier deutlich häufiger als in der Paderborner Kernstadt. In den großen Liegenschaften und Gewerbeflächen geht es um Nager an Anlieferungen und Lagern, um Schaben in Gemeinschaftsküchen und um Tauben auf weiten Hallendächern. Und weil in den Wohnsiedlungen seit Jahrzehnten viel gezogen wird, kommen Bettwanzen häufiger vor, als der ländliche Eindruck vermuten lässt: Sie reisen im Gepäck und in gebrauchten Möbeln mit, nicht durch die Wand. Weil die Tiere in Sennelager fast nie aus dem Kanal, sondern über die Fläche kommen, geht unser Schädlingsbekämpfer hier zuerst die Gebäudehülle ab und spricht erst danach über Mittel und Verfahren.