Augustdorf liegt im Süden des Kreises Lippe, mitten in der weiten Senne und am Fuß des Teutoburger Waldes, rund zehn Kilometer südwestlich von Detmold. Etwa 10.000 Menschen leben hier. Der Ort ist eine Einheitsgemeinde ohne eigenständige Ortsteile — im Ortsgebrauch unterscheidet man Lagen wie den Dörenkrug, den Kreuzkrug, das Furlbachtal und die Wohnquartiere zwischen Ortsmitte und Standortübungsplatz Stapel im Norden. Begonnen hat alles 1775, als Graf Simon August zur Lippe die kargen Sandflächen der Senne besiedeln ließ; der Dörenkrug war die Keimzelle, den Namen Augustdorf trägt der Ort seit 1789. Statistisch ist Augustdorf eine Besonderheit: rund ein Drittel der Einwohner ist jünger als 25, mit einem Altersdurchschnitt um 39 Jahre gilt die Gemeinde als die jüngste in Nordrhein-Westfalen. Prägend sind außerdem der große Bundeswehrstandort mit der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne und die Tatsache, dass etwa drei Viertel des Gemeindegebiets als Schutzgebiete von europäischem Rang ausgewiesen sind.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein ganz eigenes Profil. Der Untergrund ist über weite Strecken trockener, durchlässiger Sennesand — ein Boden, in dem Wespen, Wegameisen und die Gelbe Wiesenameise ohne großen Aufwand Erdnester anlegen. Terrassenplatten auf Sandbett, Pflasterfugen und Gartenmauern sind hier deshalb Dauerthemen, während sie in den lehmigen Lagen des Lipper Berglandes seltener auffallen. Die Bausubstanz unterscheidet sich ebenfalls vom übrigen Kreis: Statt Fachwerk und Gefachen stehen in Augustdorf überwiegend Häuser der letzten Jahrzehnte, oft mit belüfteten Kaltdächern, Ortgangblechen und Trockenbaudecken. Marder finden dort bequeme Einstiege, verursachen aber selten Schäden am Tragwerk. Kiefernwald und Heide reichen an vielen Stellen bis an die Grundstücksgrenze, sodass Waldmäuse und Rötelmäuse im Spätsommer von außen an die Gebäude wandern. Ratten wiederum orientieren sich nicht an einem großen Kanalnetz, sondern an den Sennebächen wie dem Haustenbach und dem Furlbach, an Regenwasserleitungen, Komposthaufen und offen gelagertem Tierfutter. Wo viele Menschen auf engem Raum wohnen und häufig wechseln — Mehrfamilienhäuser, Gemeinschafts- und Monteurunterkünfte —, reisen Bettwanzen leichter mit als anderswo; in Kantinen, Imbissen und Lebensmittelbetrieben bleiben Schaben ein Kapitel für sich, bei dem eine sauber dokumentierte Bekämpfung zählt.