Holzhausen ist der südlichste Ortsteil von Bad Salzuflen und liegt rund sieben Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Auf 8,36 Quadratkilometern leben hier etwa 3.180 Menschen — eine Dichte von knapp 380 Einwohnern je Quadratkilometer, also deutlich ländlicher als Kernstadt oder Schötmar. Im Westen grenzt Wülfer-Bexten an, im Norden Ehrsen-Breden und Schötmar, im Osten Grastrup-Hölsen, im Süden die Stadt Lage, im Südwesten Leopoldshöhe. Seit dem 1. Januar 1969 gehört Holzhausen zur neuen Stadt Bad Salzuflen. Geblieben ist die gewachsene Ortsstruktur: mehrere Siedlungskerne mit Grundschule, zwei Kindergärten und der evangelisch-reformierten Kirche in Sylbach, dazwischen Wohnstraßen der Nachkriegsjahrzehnte mit Ein- und Zweifamilienhäusern, großen Gärten, Garagen und Carports. Fünf Baudenkmäler stehen im Ortsteil, darunter das historische Empfangsgebäude am Bahnhof Bad Salzuflen-Sylbach, der seit 1900 an der Strecke der Ostwestfalen-Bahn liegt. An den Rändern läuft die Bebauung in Streusiedlung aus: einzelne Hofstellen mit Scheunen und Nebengebäuden, Weiden, Kleintierhaltung und offene Feldflur. Dazu kommen die Niederungen von Werre, Bega und Moddenbach, die Seen Hartigsee und Krietfeldsee sowie das 2002 ausgewiesene Naturschutzgebiet Holzhauser Bruch. Handwerk, Lager und kleinere Gewerbebetriebe sitzen überwiegend an der B 239 und der L 967.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein anderes Muster als in der Salzufler Altstadt oder im Kurgebiet. Nicht die Kanalisation ist hier der Haupteinfallsweg, sondern die Fläche und das Wasser: Wanderratten folgen den Bachläufen von Werre, Bega und Moddenbach und den feuchten Bruchrändern bis an Gehöfte, Kompostplätze und Tonnenstandorte. Mäuse, Wespen, Ameisen und Marder kommen von Feld, Weide und Gehölzrand direkt ans Gebäude. Die Siedlungshäuser der sechziger und siebziger Jahre bringen ihre eigenen Schwachstellen mit — außenliegende Rollladenkästen, weit auskragende Dachüberstände, nachträglich gedämmte Dachschrägen, Lichtschächte ohne Gitter und Leitungsdurchführungen, die im Lauf der Jahrzehnte gebohrt und nie sauber verschlossen wurden. In den alten Hofstellen und den denkmalgeschützten Fachwerkbauten kommen offene Balkenlagen, verbautes Nadelholz und Futterlager dazu, in Mehrfamilienhäusern und Betriebsküchen an den Durchgangsstraßen gelegentlich Schaben, in möblierten Wohnungen und Gästezimmern eingeschleppte Bettwanzen. Deshalb geht unser Schädlingsbekämpfer in Holzhausen fast immer zuerst die Gebäudehülle, den Dachraum und die Lagerbereiche ab und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel.