Schötmar ist der zweitgrößte Ortsteil von Bad Salzuflen: Gut 9.000 Menschen leben auf knapp fünf Quadratkilometern — eine Dichte von rund 1.865 Einwohnern je Quadratkilometer und damit fast schon innerstädtisch. Erstmals 1231 als „Scutemere“ erwähnt, im 14. Jahrhundert Burgstandort der Edelherren zur Lippe, 1731 eigenes Amt, 1921 mit Stadtrechten versehen und erst zum 1. Januar 1969 nach Bad Salzuflen eingemeindet: Schötmar war jahrhundertelang eine eigene Stadt und sieht bis heute so aus. Der Ortsname selbst verweist auf einen Damm im „Mar“, also im Moor oder Sumpf — die Lage im feuchten Talgrund von Werre und Bega steckt schon im Namen. Den Kern bilden die neugotische Kilianskirche von 1850 bis 1854, das spätbarocke Schloss Stietencron von 1729 bis 1732, das heute die Musikschule beherbergt, und die Fachwerkhäuser an der Schlossstraße, deren älteste auf 1588 und 1591 datiert sind. Der Haltepunkt Schötmar an der Bahnstrecke Herford–Altenbeken bindet den Ortsteil im Stundentakt an, Bundesstraße 239 und Ostwestfalenstraße führen den Verkehr am Rand vorbei — dort liegt auch das überregional bekannte Messezentrum Bad Salzuflen.
Für die Schädlingsbekämpfung ergeben sich daraus drei sehr unterschiedliche Baustellen. Im historischen Ortskern geht es um Altbausubstanz: Fachwerk mit verdeckten Balkenköpfen, Zwischendecken mit Lehm- und Strohfüllung, Kellergewölbe mit Sandsteinfugen. Hier finden wir Mäuse in Deckenhohlräumen, Holzschädlinge im tragenden Gebälk und Wespennester in Kästen und Dachkehlen. Im Geschäfts- und Wohnbereich rund um Begastraße und Kirchplatz dominieren Küchen, Lager und gemeinsam genutzte Müllstandorte — dort sind Schaben und Ameisen die häufigsten Meldungen, weil sich ein Befall in verbundenen Gebäuden schnell auf Nachbareinheiten ausdehnt. Und an der Ostwestfalenstraße, rund um Messezentrum und Gewerbeflächen, geht es um dokumentiertes Monitoring an Toren, Rampen, Küchen und Sozialräumen. Weil in Schötmar zwei Wege gleichzeitig offenstehen — von unten aus Kanal und Flussböschung, von außen über Feldrand und Gebäudehülle — geht unser Schädlingsbekämpfer hier immer beide ab: erst Kellerabgänge, Lichtschächte, Rückstauklappen und Leitungsdurchführungen, dann Dach, Traufe und Anbauten. Erst danach sprechen wir über Bekämpfungsmittel. Das ist der Unterschied zwischen einer einmaligen Behandlung und einem Befall, der im nächsten Herbst wiederkommt.