Borchen zählt rund 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner in fünf Ortsteilen: Nordborchen, Kirchborchen, Alfen, Etteln und Dörenhagen. In der heutigen Form besteht die Gemeinde seit 1975, als sich Etteln und Dörenhagen dem 1969 gebildeten Zusammenschluss aus Alfen, Nord- und Kirchborchen anschlossen. Nordborchen ist der größte Ortsteil und liegt praktisch an der Stadtgrenze von Paderborn — entsprechend viele Familien wohnen hier und arbeiten in der Kreisstadt. Etteln und Dörenhagen sind deutlich ländlicher, weiter draußen auf der Hochfläche und näher an den Waldrändern. Für die Schädlingsbekämpfung heißt das: Innerhalb einer Gemeinde treffen wir auf Neubaugebiete, gewachsene Dorfkerne, Hofstellen und Waldrandlagen — jede Lage bringt eigene Schwerpunkte mit.
Auch die Bausubstanz ist gemischt. In Alfen prägen Fachwerk- und Steingiebelhäuser den alten Ortskern rund um die romanische Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert; dazu kommen Bruchsteinsockel, Gewölbekeller und offene Dachstühle, in denen Holzschädlinge und Nagetiere leichtes Spiel haben. Die Wohngebiete der letzten Jahrzehnte bringen das Gegenteil mit: gedämmte Fassaden, Rollladenkästen und Lüftungsöffnungen, hinter denen Wespen und Marder Unterschlupf finden. Am Gewerbegebiet an der A 33 in Alfen kommen Betriebe mit Lager-, Küchen- und Sozialräumen dazu, für die im Lebensmittelbereich strengere Auflagen gelten. Und Etteln, das mit Paddelteich und Teufelsstein im waldumkränzten Altenautal als Ausflugsziel der Gemeinde gilt, hat mit Gästezimmern und Ferienunterkünften ein eigenes Thema: eingeschleppte Bettwanzen.