Salzkotten zählt rund 25.000 Einwohner und liegt im Westen des Kreises Paderborn. Der Name ist Programm: Bereits 1160 sind die Salzwerke urkundlich erwähnt, als das Kloster Hardehausen drei Häuser zum Salzsieden in „Saltcoten" erhält; 1247 folgen die Stadtrechte. Bis heute prägt die Sole den Ort — am Kütfelsen beim Rathaus tritt mit der Unitas die älteste Solequelle der Stadt zutage, das 1997 an historischer Stelle wiedererrichtete Gradierwerk wird aus dem Neuen Sprudel gespeist, und das Salzmuseum im Heimathaus am Kirchplatz erzählt die knapp tausendjährige Geschichte. Zum Stadtgebiet gehören neben der Kernstadt neun Ortschaften: Mantinghausen, Niederntudorf, Oberntudorf, Scharmede, Schwelle, Thüle, Upsprunge, Verlar und Verne. Das zweite große Thema ist Wasser. Die Heder entspringt in Upsprunge und mündet nach knapp zwölf Kilometern bei Schwelle in die Lippe; gespeist wird sie im Wesentlichen aus Alme-Wasser, das im klüftigen Kalkgestein zwischen Büren-Brenken und Niederntudorf versickert und hier wieder austritt. Die Quellschüttung schwankt erheblich, je nach Witterung zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Litern pro Sekunde.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein sehr eigenes Bild. Ein dauerhaft wasserführender Bach, der mitten durch bebautes Gebiet läuft, dazu Gräben, Wehre, alte Mühlenstandorte und die Lippeniederung im Norden — das sind klassische Rattenlinien mit festen Laufwegen entlang Uferböschung, Verrohrung und Kellerabgang. In der Altstadt kommt die dichte Bebauung dazu: Ackerbürgerhäuser wie die zweigeschossigen Fachwerk-Giebelhäuser mit Mittelflur in der Vielser Straße, teils bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichend, stehen dicht an dicht, mit gemeinsamen Brandwänden, tiefen Höfen und alten Anschlüssen an die Kanalisation. Solche Bausubstanz ist auch der Grund, warum Mäuse hier auffällig oft über Balkendecken durchs ganze Haus wandern und warum ungeschütztes Bauholz in Dachstühlen und Fachwerkgefachen ein echtes Thema für Holzschädlinge bleibt. Am Ortsrand und in den Dörfern übernimmt die Landwirtschaft: Getreide, Futter und Silage ziehen Nager an, offene Wirtschaftsgebäude erleichtern den Einstieg. Der breit aufgestellte Mittelstand mit viel Handwerk, Lebensmittelbetrieben und Gastronomie rund um Kirchplatz und Gradierwerk stellt schließlich die dritte Gruppe von Auftraggebern — dort geht es bei Schaben nicht nur um die Bekämpfung, sondern um eine lückenlos dokumentierte Bekämpfung.