Büren zählt rund 21.600 Einwohnerinnen und Einwohner — verteilt auf eine Fläche von knapp 171 Quadratkilometern. Das macht die Stadt zu einer der größten Flächenkommunen im Kreis Paderborn und zugleich zu einer der am dünnsten besiedelten. Neben der Kernstadt gehören elf Ortsteile dazu: Ahden, Barkhausen, Brenken, Eickhoff, Harth, Hegensdorf, Siddinghausen, Steinhausen, Weiberg, Weine und Wewelsburg. Größere Siedlungsschwerpunkte bilden neben der Kernstadt vor allem Steinhausen, Brenken und Wewelsburg; die übrigen Dörfer sind klein, ländlich geprägt und liegen teils mehrere Kilometer auseinander. Für die Schädlingsbekämpfung heißt das zweierlei: Wir planen Anfahrten hier bewusst als Tour, und wir sehen in einem einzigen Stadtgebiet Befallslagen, die anderswo über zwei Landkreise verteilt wären.
Die Kernstadt sitzt auf dem Bergrücken zwischen Afte und Alme, dort wo beide Flüsse zusammenlaufen. Sie ist geprägt vom barocken Ensemble aus Jesuitenkirche Maria Immaculata und ehemaligem Jesuitenkolleg aus dem 18. Jahrhundert, dazu kommen Bürgerhäuser mit tiefen Gewölbekellern, massive Bruchsteinsockel und alte Dachstühle. Genau dieser Bestand bringt zwei Themen mit, die in einer Neubausiedlung keine Rolle spielen: Holzschädlinge in Balkenlagen und Dachstühlen sowie Marder, die über Anbauten und Nachbardächer in schlecht gesicherte Spitzböden gelangen. Südlich davon steigt das Gelände zum Sintfeld an — einer offenen, kalkgeprägten Hochfläche mit Getreidebau und weiten Feldschlägen, von der aus Nager im Spätsommer regelmäßig in Hofstellen und Randbebauung einwandern. Im Norden wiederum liegt auf Bürener Stadtgebiet der Flughafen Paderborn/Lippstadt mit dem angrenzenden Gewerbepark und dem Gewerbegebiet Büren-West: Betriebskantinen, Beherbergung und Logistikflächen bringen dort Schaben, Vorratsschädlinge und Bettwanzen ins Bild. Welche dieser Ausgangslagen tatsächlich vorliegt, klärt der Schädlingsbekämpfer bei der Erstinspektion vor Ort — am Telefon lässt sich das seriös nicht entscheiden.