Halle (Westf.) liegt am Südwesthang des Teutoburger Waldes, dort wo das Ravensberger Hügelland in die flachere Bucht Richtung Münsterland übergeht. Rund 21.000 Menschen leben in zehn Ortsteilen: der Kernstadt, dem gewerblich-vorstädtisch geprägten Künsebeck sowie den ländlichen Ortslagen Bokel, Hesseln, Hörste und Kölkebeck, die als geschlossene Siedlungsbereiche erkennbar geblieben sind. Eggeberg und Ascheloh sind dünn besiedelte Landbereiche, Oldendorf und Gartnisch sind vollständig ins Stadtgebiet hineingewachsen — wobei Gartnisch von vielen noch als eigener Teil wahrgenommen wird, Oldendorf kaum mehr. Das Herz der Stadt ist der Kirchplatz mit seinem Ring aus westfälischen Fachwerkhäusern, kleinen Läden und Gastronomie. Im Norden des Stadtgebiets steht mit dem Wasserschloss Tatenhausen und dem umgebenden Tatenhauser Wald eine Anlage, die Gräfte, Altbaumbestand und alte Wirtschaftsgebäude vereint. Überregional bekannt ist Halle durch die OWL Arena, das frühere Gerry-Weber-Stadion: Seit 1993 findet hier im Juni ein ATP-Rasenturnier statt, dazu kommen Konzerte und Großveranstaltungen mit Hotel, Sportpark und Veranstaltungsgastronomie im direkten Umfeld. Über die Bahnstrecke Bielefeld–Osnabrück, den Haller Willem, und über die A 33 ist die Stadt in beide Richtungen angebunden.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein Bild, das sich deutlich von den flachen Gemeinden im Süden des Kreises unterscheidet. Bestimmend ist die Hanglage: Vom Kamm des Teutoburger Waldes laufen Quellbäche und Gräben nach Südwesten durch das Stadtgebiet, dazu kommen die Gräfte am Wasserschloss und die Ortskanalisation. Auf diesen Linien bewegen sich Wanderratten; anschließend erreichen sie Gebäude dort, wo Hangkeller, Lichtschächte, Außentreppen und Regenwasseranschlüsse tief im Gelände liegen. Der historische Kern bringt eine eigene Aufgabenliste mit: Fachwerk mit Gefachen, Balkenköpfen und Hohlräumen im Deckenaufbau ist gleichzeitig Laufweg für Mäuse, Rückzugsraum für Wespen und Nahrungsgrundlage für holzzerstörende Insekten. In Künsebeck und an den Gewerbeflächen entlang der Autobahn geht es um Produktion, Lebensmittelverarbeitung, Kantinen und Sozialräume, also um Schaben und um eine Bekämpfung, die lückenlos dokumentiert ist. Rund um die Arena und die Hotellerie ist die Belegung stark von Veranstaltungswochen geprägt — wo Betten schnell wechseln, sind Bettwanzen ein realistisches Thema. Und an den Waldrandlagen unter dem Osning sowie an den Hofstellen in Hörste und Bokel geht es um den Dachraum: Marder, Tauben und ungeschütztes Bauholz im Gebälk.