Harsewinkel liegt im Nordwesten des Kreises Gütersloh an der Ems und gehört landschaftlich bereits zum Münsterland; bis Bielefeld sind es rund 30 Kilometer nach Osten. Etwa 26.000 Menschen leben in den drei Ortsteilen Harsewinkel, Marienfeld und Greffen, die zum 1. Januar 1973 zur heutigen Stadt zusammengelegt und dabei aus dem Kreis Warendorf in den neu gebildeten Kreis Gütersloh überführt wurden. Der Kernort bildet das städtische Zentrum, Marienfeld und Greffen haben ihren ländlichen Charakter behalten — Greffen zählt gut 3.300 Einwohner. Das Stadtgebiet ist flach und wasserreich: die Ems mit ihren Wiesen und Auen, dazu die Hessel, die aus Richtung Versmold heranführt, sowie ein dichtes Netz aus Gräben und Entwässerungsläufen. Bekannt ist Harsewinkel als Mähdrescherstadt, weil hier 1930 der erste Mähdrescher entwickelt wurde und der Landmaschinenbau den Ort industrialisiert hat. Das bedeutendste Baudenkmal ist die über 800 Jahre alte Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Marienfeld, 1185 gegründet und bis zur Auflösung 1803 eines der wichtigsten Klöster Westfalens; die Siedlung um das Kloster entstand erst nach 1900 und wuchs nach 1945 kräftig. Durch die Emsauen führt der Emsradweg.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein anderes Bild als in den Höhenlagen des Teutoburger Waldes. Bestimmend ist das Wasser: Uferböschungen, Gräben, Verrohrungen und die Ortskanalisation bilden ein zusammenhängendes Netz, auf dem sich Wanderratten zuverlässig bewegen; grundwassernahe Keller, Lichtschächte und feuchte Außenabgänge in Ems- und Hesselnähe sind die Stellen, an denen sie am Gebäude ankommen. In der offenen Feldflur mit Hofstellen, Futterlagern, Silos und Maschinenhallen sind Mäuse ein Dauerthema, das mit jeder Ernte neu aufflammt und sich nicht mit einer einmaligen Aktion erledigt. Im Kernort dominieren Siedlungs- und Reihenhäuser aus den Wachstumsjahrzehnten — dort sitzen im Spätsommer die Wespennester in Rollladenkästen und Verschalungen. Wo Betriebskantinen, Sozialräume, Bäckereien und Lebensmittelbetriebe arbeiten, geht es um Schaben, und dort zählt eine lückenlos dokumentierte Bekämpfung. Wo Betten häufig wechseln, etwa in Gemeinschafts- und Monteurunterkünften oder in Pensionen an der Radroute, sind Bettwanzen das Thema. Und an den hohen, alten Dächern rund um das Kloster in Marienfeld sowie in den Fachwerkscheunen von Greffen geht es um den Dachraum: Marder, Tauben und ungeschütztes Bauholz im Gebälk.