Hövelhof zählt rund 16.400 Einwohner und liegt im Norden des Kreises Paderborn, im Südwesten der Senne. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Kernort die fünf Ortsteile Espeln, Hövelriege, Klausheide, Riege und Staumühle — allesamt ländlich geprägt, mit überwiegend Ein- und Mehrfamilienhäusern, vielen landwirtschaftlichen Betrieben und Wald-, Heide- und Weideflächen dazwischen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei etwa 230 Einwohnern je Quadratkilometer und damit deutlich unter der eines Ballungsraums; entsprechend viel Fläche, Nebengebäude und offene Grundstücksgrenze kommt auf jeden Haushalt. Prägend ist das Wasser: Zahlreiche Sennebäche durchziehen das flache Gemeindegebiet, darunter die Ems, der Haustenbach und der Furlbach. Die Emsquellen liegen nordöstlich des Ortes an der Grenze zu Schloß Holte-Stukenbrock, der Furlbach nimmt den Bärenbach vom Truppenübungsplatz auf und läuft über Hövelhof weiter Richtung Delbrück, wo er in die Ems mündet. Nördlich und östlich grenzt der rund 116 Quadratkilometer große Truppenübungsplatz Senne unter britischer Verwaltung an, in den Teile des Gemeindegebiets hineinreichen; nach Westen schließt das Naturschutzgebiet Moosheide an.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt das ein Bild, das sich von den Hellweg-Städten südlich davon deutlich unterscheidet. Der Sennesand ist nährstoffarm, trocken und leicht zu graben — genau die Bedingungen, unter denen Wespenvölker gern in den Boden gehen statt an den Dachstuhl, und unter denen Wegameisen ihre Nester in das sandige Bett von Terrassenplatten, Pflasterflächen und Hauseingängen legen. Das zweite Thema sind die Bäche: Ufer mit dichtem Bewuchs, Verrohrungen, Entwässerungsgräben zwischen den Feldern und feuchte Kellerabgänge in Bachnähe sind die klassischen Rattenlinien dieser Gemeinde, und sie führen zuverlässig bis an die Wohnbebauung. Das dritte Thema ist die Landwirtschaft: Futterlager, Silage, Saatgut und offene Maschinenhallen ziehen Nager an, und der Nachschub aus der offenen Feldflur reißt nicht ab. Dazu kommt die typische Bausubstanz des Ortes — Scheunen, Ställe und Wirtschaftsgebäude mit ungeschützten Nadelholz-Dachstühlen, in denen Hausbock und andere Holzschädlinge über Jahre unbemerkt arbeiten können, sowie Dachräume mit offenen Traufen am Waldrand, die Marder als Quartier annehmen. Gastronomie, Bäckereien, Metzgereien und Beherbergungsbetriebe entlang der Durchgangsstraßen bilden die vierte Gruppe: Dort geht es bei Schaben und Bettwanzen nicht nur um die Bekämpfung, sondern um eine lückenlos dokumentierte Bekämpfung.