Brake ist mit knapp 5.000 Einwohnern auf 4,87 Quadratkilometern der größte und mit rund 1.000 Menschen je Quadratkilometer zugleich der am dichtesten besiedelte Ortsteil Lemgos. Der Ort liegt auf etwa 110 Metern Höhe im Lipper Bergland, unmittelbar an der Bega, die von hier aus westwärts in Richtung Werre fließt. Urkundlich taucht der Name 1306 erstmals als „Brac“ auf; die Anfänge reichen ins späte 12. Jahrhundert zurück, als Bernhard II. hier eine Burg und eine romanische Kirche errichten ließ — die evangelisch-reformierte St.-Nicolai-Kirche geht auf diese Zeit zurück. Simon VI. ließ die Burg ab 1584 zu einem Schloss der Weserrenaissance umbauen; zwischen 1587 und 1613 war Brake Regierungssitz der Grafschaft Lippe. Heute beherbergt Schloss Brake das Weserrenaissance-Museum, dazu kommt die Städtische Galerie Haus Eichenmüller. Bis zum 1. Januar 1969 war Brake eine eigenständige Gemeinde und Kreisstadt des Landkreises Lemgo, seither gehört der Ort zur Stadt Lemgo. Der frühere Bahnhof an der Strecke Bielefeld–Hameln wird nicht mehr bedient; nächster Halt ist heute Lemgo-Lüttfeld. Nach 1945 ist Brake stark gewachsen: Reihenhauszeilen, Mehrfamilienhäuser und Siedlungen der 1950er- bis 1970er-Jahre legten sich rings um den alten Kern.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus eine Mischung, wie sie in Lippe selten so dicht auf einer Fläche liegt. Auf der einen Seite die verdichtete Wohnbebauung mit gemeinsamen Kellern, durchgehenden Installationsschächten und Mülltonnenplätzen: Hier wandern Bettwanzen und Schaben über Steckdosen, Rohrdurchführungen und Fußleisten in die Nachbarwohnung, und ein Befall in einer Einheit ist selten auf diese Einheit beschränkt. Auf der anderen Seite die Wasserlage an der Bega mit Uferböschungen, Grabenrändern und Auengrün — klassische Wanderwege für Ratten, die von dort über schadhafte Grundleitungen und offene Kellerlichtschächte in die Gebäude finden. Dazu die Altbausubstanz rund um Kirche und Schloss: freiliegende Balkenlagen, alte Dachstühle, Fachwerk und Nebengebäude, in denen Hausbock und Nagekäfer über Jahre unbemerkt arbeiten und die Marder und Tauben zuverlässige Einstiege bieten. Ein Schädlingsbekämpfer, der in Brake unterwegs ist, geht deshalb fast immer zuerst Keller, Sockel und Dachraum ab, prüft die Anschlüsse an Kanal und Regenwasser und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel.