Schlangen liegt im Süden des Kreises Lippe, dort wo die sandige Senne an die bewaldeten Höhen des Eggegebirges stößt; das Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge. Rund 9.000 Menschen leben in den drei Ortsteilen Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz-Haustenbeck. Die Landschaft besteht aus Dünenfeldern der Senne, weiten Plateaus, tief eingeschnittenen Trockentälern und den Niederungen entlang der Strothe — so heißt die Thune hier vor Ort. Dazu kommen Haustenbach, Rote Bach und Schlänger Bach. Zwischen Kernort und Oesterholz verläuft die Fürstenallee, die einzige vierreihige Allee in Lippe und ein eingetragenes Naturdenkmal; sie führte einst zum Jagdschloss in Oesterholz. In Kohlstädt steht die Ruine einer um 1050 errichteten Burg, die den Passweg an der Strothe zur Egge sicherte. Im Süden und Westen grenzt das Gemeindegebiet an den Truppenübungsplatz Senne; der Ortsteil Haustenbeck wurde 1939 für dessen Erweiterung geräumt, die Bewohner siedelten nach Oesterholz um.
Für die Schädlingsbekämpfung ist vor allem der Untergrund entscheidend. Die Senne gilt als nährstoffärmste Landschaft Nordrhein-Westfalens: Der Sand ist trocken, locker und erwärmt sich schnell. Erdnistende Wespen finden hier ideale Bedingungen, Ameisen legen ihre Nester unter Terrassenplatten, in Pflasterfugen und an Fundamentkanten an, und Gänge im lockeren Boden bleiben über Jahre stabil. Ganz anders die Niederungen: Entlang von Strothe, Haustenbach und Schlänger Bach sowie in der Ortskanalisation bewegen sich Ratten auf festen Laufwegen, und feuchte Kellerabgänge in Bachnähe ziehen sie zusätzlich an. In den gewachsenen Ortskernen und auf den Hofstellen prägen Fachwerk, Bruchsteinsockel und alte Wirtschaftsgebäude das Bild — Mäuse nutzen dort durchgehende Hohlräume in Balkendecken, und ungeschütztes Bauholz in Dachstühlen bleibt ein Thema für Holzschädlinge. Am östlichen und nördlichen Rand stößt der Wald direkt an die Grundstücke: Steinmarder wechseln von dort in Dachböden und Garagen. Und weil durch die Gemeinde Wander- und Radrouten führen und die Kurregion um Bad Lippspringe unmittelbar südwestlich anschließt, melden sich hier regelmäßig Ferienwohnungen und Pensionen wegen Bettwanzen sowie Ausflugsgastronomie wegen Schaben.