Verl liegt im Osten des Kreises Gütersloh in der flachen Westfälischen Bucht, dort wo das Ostmünsterland allmählich in die Senne am Fuß des Teutoburger Waldes übergeht. Rund 25.000 Menschen leben in den sechs Ortsteilen Verl, Bornholte, Kaunitz, Österwiehe, Sende und Sürenheide; die Stadt in ihrer heutigen Form entstand 1970 aus den Gemeinden des früheren Amtes Verl, die Besiedlung des Gebiets ist bereits 1088 urkundlich erwähnt. Namensgebend für den Beinamen Ölbachstadt ist der Ölbach, einer der Sennebäche, der am Fuß des Teutoburger Waldes entspringt und den feinen Sennesand mit sich führt. Jahrhundertelang trieb sein Wasser Mühlen an — die alte Verler Dorfmühle ebenso wie die Bunte Mühle in Sürenheide. Kaunitz entstand um 1746 rund um eine Kirche, die Graf Maximilian Ulrich von Kaunitz-Rietberg für die Bauerschaften Österwiehe und Liemke errichten ließ; die 1966 eröffnete Ostwestfalenhalle diente zunächst als Markt für Geflügel und Geflügelprodukte, denn der Altkreis Wiedenbrück war ein Zentrum der Geflügelhaltung und Eierproduktion. Sürenheide im Westen wuchs mit Gütersloh zusammen, Bornholte, Österwiehe und Sende sind dünn besiedelt und bis heute landwirtschaftlich geprägt.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein sehr eigenes Muster. Verl ist keine gewachsene Altstadt und kein reines Dorf, sondern beides gleichzeitig: dicht bebaute Wohnquartiere aus den Wachstumsjahrzehnten mit viel Eigenheim, Reihenhaus und gepflasterter Fläche — und dazwischen die klassische westfälische Streusiedlung mit Fachwerkhöfen, Scheunen und Nebengebäuden. In den Wohngebieten dominieren deshalb Ameisen unter Terrassenplatten und in Pflasterfugen, Wespen in Rollladenkästen und Dachkästen sowie Marder, die von den Waldrändern und Feldgehölzen in Dachböden und Garagen wechseln. Auf den Höfen geht es um Mäuse in Futterlagern und Balkendecken, um Ratten an Silo, Mist und Kompost und um Holzschädlinge in ungeschütztem Gebälk alter Wirtschaftsgebäude. Entlang von Ölbach und Landerbach sowie an den Anschlüssen der Ortskanalisation verlaufen die festen Rattenwege — feuchte Kellerabgänge in Bachnähe sind hier ein wiederkehrendes Thema. Und weil in Verl auf vergleichsweise wenige Einwohner ausgesprochen viele Arbeitsplätze kommen — Küchenmöbelbau, Automatisierungstechnik, Logistik und Lebensmittelverarbeitung —, melden sich regelmäßig Kantinen, Werksküchen, Bäckereien und Verarbeitungsbetriebe wegen Schaben, dazu Monteurunterkünfte und Gästezimmer wegen Bettwanzen.