Versmold liegt im äußersten Nordwesten des Kreises Gütersloh in der flachen Emssandebene, vor den Ausläufern des Teutoburger Waldes, und grenzt im Westen und Norden bereits an Niedersachsen. Rund 21.500 Menschen leben in sechs Ortsteilen: der Kernstadt sowie Bockhorst, Hesselteich, Loxten, Oesterweg und Peckeloh, die am 1. Januar 1973 aus den Gemeinden des früheren Amtes Versmold zur heutigen Stadt zusammengeschlossen wurden. Die Stadtrechte reichen weiter zurück — 1719 verlieh sie der preußische König Friedrich Wilhelm I., nachdem das Gebiet als Teil der Grafschaft Ravensberg 1614 an Brandenburg-Preußen gefallen war. Danach siedelten sich Leinenhändler an, und der Ort wurde zum Handelsplatz für Leinenweberei und Garnspinnerei. Von der alten Bausubstanz ist nach der Sanierung des Ortskerns nur wenig Fachwerk übrig; das älteste erhaltene Haus steht an der Münsterstraße und stammt von 1602. Im Norden hat Versmold Anteil am Naturschutzgebiet Salzenteichs Heide, einem Stück ostmünsterländischer Parklandschaft, und im Stadtgebiet liegt das Quellgebiet der Hessel, die von hier nach Süden Richtung Harsewinkel und weiter zur Ems fließt.
Wirtschaftlich ist Versmold ein Sonderfall im Kreis: Was vor gut 150 Jahren als Hausschlachtung auf den Höfen begann, ist heute der wichtigste Zweig am Ort — gleich drei der größten deutschen Wursthersteller produzieren im Stadtgebiet, dazu kommen Zulieferer, Kühlhäuser und Speditionen. Für die Schädlingsbekämpfung bedeutet das eine Gewichtung, die es in dieser Form nur hier gibt: Wo Lebensmittel verarbeitet, gekühlt, verpackt und rund um die Uhr verladen werden, geht es weniger um eine einmalige Aktion als um lückenlose Dokumentation, dauerhaftes Monitoring an Toren und Rampen und um Termine, die sich in Schichtpläne einfügen. Wo Beschäftigte in Sammel- und Werkswohnungen untergebracht sind und Betten häufig wechseln, sind Bettwanzen das Thema, das früh auffallen muss, damit es beim einzelnen Zimmer bleibt. Und im weiten Umland gilt das Gegenteil von Enge: Höfe mit Schweinehaltung und Futterlagern, offene Feldflur, Gräben und Teichanlagen im Quellgebiet der Hessel — daraus entsteht ein stetiger Nachschub an Mäusen und Ratten, dazu ein Dachraumthema mit Mardern und Tauben in den großen alten Wirtschaftsgebäuden.