Langenberg liegt ganz im Süden des Kreises Gütersloh, dort wo Ostwestfalen an das Münsterland und an das Soester Land stößt. Mit rund 8.300 Einwohnern ist es die kleinste der dreizehn Städte und Gemeinden des Kreises. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Langenberg und Benteler, dazu kommen gewachsene Ortslagen wie Ostlangenberg, Hohenfelde und Lippentrup. Benteler ist der ältere Teil: Es wird bereits 1130 urkundlich erwähnt und ist bis heute ein Dorf geblieben, das seine eigene Grundschule, eine Bäckerei, einen Supermarkt, Bankfilialen, Gaststätten und eine Reihe Handwerksbetriebe hat. Die Gemeinde sitzt auf den nördlichen Ausläufern der Oelder und Stromberger Höhen; der Untergrund besteht aus Ablagerungen des Holstein-Interglazials und aus Schmelzwassersedimenten der Saale-Eiszeit mit eingelagertem Geschiebelehm, in den Niederungen aus Kies, Sand und Schluff. Geografisch bemerkenswert ist die Wasserscheide: Eusternbach und Fortbach entwässern nach Norden zur Ems, während Landgraben, Brandgraben, Kleybach, Schulgraben, Bergwiesenbach und Kaltestroth nach Süden in die Glenne und damit zur Lippe laufen. Bis weit ins 19. Jahrhundert war das reines Bauernland; die erste Industrieansiedlung war 1845 eine Brauerei, aus der die bis heute betriebene Hohenfelder Privatbrauerei hervorging. Sehenswert sind außerdem die St.-Lambertus-Kirche in Langenberg, St. Antonius in Benteler, die Alte Lippentrupper Schule, die frühere Vogtei und der von Gräften umgebene Hof Geissel in Ostlangenberg, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein sehr klar konturiertes Bild. Das Grabennetz ist der bestimmende Faktor: Wanderratten orientieren sich an Wasserläufen, und ein Gemeindegebiet, das nach zwei Flusssystemen zugleich entwässert wird, ist von Verrohrungen, Durchlässen, Böschungen und Uferbewuchs durchzogen — allesamt Leitlinien, an denen sich Tiere zuverlässig bis an die Hofstellen und Wohngrundstücke bewegen. Die Feldflur liefert den zweiten Faktor: Wo drei Viertel der Fläche bewirtschaftet werden, gibt es entsprechend viele Silos, Futterlager, Maschinenhallen und offene Toranlagen, und nach der Ernte verlagert sich der Druck schlagartig von draußen nach drinnen. Der dritte Faktor ist die Lebensmittelseite. Eine Brauerei bedeutet Getreide, Malz und zuckerhaltige Reststoffe in größerer Menge — im Hochsommer ein Magnet für Wespen, ganzjährig ein Thema für Nagetiere. Dasselbe gilt für Bäckerei, Metzgerei, Supermarkt und Gastronomie in beiden Ortsteilen, wo Schaben den größten Schaden anrichten und die Bekämpfung lückenlos dokumentiert sein muss. Und schließlich der Altbestand: Die beiden Kirchen, die alte Schule, die Vogtei und die großen Hofanlagen haben hohe, ruhige Dachräume mit weiten Öffnungen — dort arbeiten Marder, Tauben und Holzzerstörer oft über Jahre, ohne dass es jemand bemerkt.