Lübbecke liegt am Nordhang des Wiehengebirges im Westen des Kreises Minden-Lübbecke und zählt rund 26.000 Einwohner. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 775 als „hlidbeki". Zur Stadt in ihrer heutigen Form kam es 1973: Damals wurden Blasheim, Gehlenbeck, Eilhausen, Nettelstedt und der südlich des Mittellandkanals gelegene Teil von Alswede eingegliedert. Neben der Kernstadt gehören heute Alswede, Blasheim, Eilhausen, Gehlenbeck, Nettelstedt, Obermehnen und Stockhausen zum Stadtgebiet. Die Hanglage prägt das Bild besonders in der Kernstadt sowie in Obermehnen und Nettelstedt und gibt Lübbecke den Charakter einer Bergstadt. Der Gebirgskamm erreicht hier mit dem Heidbrink 319,6 Meter seine größte Höhe im gesamten Wiehengebirge; nach Norden fällt das Gelände bis auf etwa 50 Meter am Mittellandkanal ab. Der Landkreis nennt sich Mühlenkreis, weil hier zahlreiche historische Windmühlen erhalten sind. Wirtschaftlich stehen Maschinenbau und Metallverarbeitung, Elektronik und Elektrotechnik sowie das Kfz-Gewerbe im Vordergrund; rund 14.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in Industrie, Handwerk und Dienstleistung. Traditionsbetriebe wie die seit 1842 bestehende Brauerei Barre gehören ebenso zum Ortsbild wie Cafés, Kneipen und Restaurants im historischen Innenstadtbereich.
Für die Schädlingsbekämpfung bedeutet dieses starke Gefälle, dass sich das Stadtgebiet in zwei Zonen mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten teilt. Oben, in den Hanglagen am Waldrand, geht es um alles, was aus dem Gehölz kommt: Marder, die über anliegende Bäume und Dachüberstände in Spitzböden gelangen, Wespen- und Hornissennester in warmen Fassaden- und Dachhohlräumen, dazu Rossameisen, die feuchtes oder verwittertes Bauholz an Terrassenanschlüssen und Gartenhäusern annehmen. Unten, in der Ebene zwischen Bahnlinie und Mittellandkanal, dominiert das Wasser: Kanalböschungen, Entwässerungsgräben, die vom Kamm herabführenden Bäche und die Ortskanalisation ergeben ein zusammenhängendes Wegenetz für Wanderratten, die über Lichtschächte und schadhafte Rohranschlüsse ans Gebäude kommen. Auf den Höfen in Blasheim, Alswede und Gehlenbeck sind Mäuse ein Dauerthema, das mit jeder Ernte neu aufflammt. In der Altstadt kommt die Bausubstanz hinzu: In gewachsenen Häuserzeilen mit alten Balkendecken, Zwischenwänden und Hohlräumen laufen Mäuse durch das ganze Gebäude, und ungeschütztes Bauholz ist auf Holzschädlinge zu prüfen. Wo Gastronomie, Bäckereien, Lebensmittelverarbeitung, Betriebskantinen und Sozialräume der Metall- und Elektronikbetriebe arbeiten, geht es um Schaben — und dort zählt eine lückenlos dokumentierte Bekämpfung.