Porta Westfalica ist eine junge Stadt mit altem Namen: 1973 aus fünfzehn eigenständigen Gemeinden gebildet, heute rund 36.500 Einwohner auf 105 Quadratkilometern, Verwaltungssitz im Ortsteil Hausberge. Namensgeber ist der Weserdurchbruch zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge, das Tor zu Westfalen: Wittekindsberg und Jakobsberg stehen sich hier mit jeweils 276 Metern über dem Flusstal gegenüber, darüber das Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit seinen Terrassen. Hausberge und Barkhausen liegen zu Füßen des Denkmals beiderseits der Weser, verbunden über die 1995 eröffnete dritte Weserbrücke, die den Ortsdurchgang gemeinsam mit dem Weserauentunnel vom Durchgangsverkehr entlastet hat. Lerbeck, Neesen, Nammen, Wülpke und Kleinenbremen liegen nördlich des Wesergebirges, Costedt, Vennebeck, Holtrup, Holzhausen, Möllbergen, Lohfeld, Veltheim und Eisbergen südlich davon. Der dörfliche Charakter ist in den meisten Ortsteilen erhalten geblieben. Barkhausen zählt gut 4.300 Einwohner, hat Grundschule, Einzelhandel und am westlichen Ortsrand ein gewachsenes Gewerbegebiet mit mehreren Fachmärkten. Schon lange vor der Brücke war die Stelle ein Übergang: Seit 1711 verkehrte eine Fähre zwischen Barkhausen und Hausberge, 1864 kam die Kettenbrücke, und mit den Verkehrswegen wuchsen Handwerk und Handel.
Für die Schädlingsbekämpfung ergeben sich daraus drei getrennte Bilder statt eines. Am Fluss zählt das Wasser: Weserufer, Böschungen, Bootsanleger, Regenwassereinläufe und die Ortskanalisation in Hausberge und Barkhausen bilden ein durchgehendes Wegenetz, auf dem sich Wanderratten bewegen; sie kommen über Lichtschächte, offene Rohranschlüsse und feuchte Kellerabgänge am Gebäude an. An den Hängen zählt der Wald: Wo Buchen- und Mischbestand bis an die letzte Häuserzeile reicht, sind Marder auf dem Dachboden ein Dauerthema, und warme, trockene Böschungen liefern im Sommer Erdnester von Wespen wie Ameisenkolonien gleichermaßen. In den Dörfern zählt die Substanz: alte Ortskerne mit Fachwerk und Bruchsteinsockeln, Scheunen, Wirtschaftsgebäude und Futterlager — dort geht es um Mäuse, die über Hohlräume durch das ganze Haus wandern, und um ungeschütztes Bauholz im Gebälk. Dazu kommt der gewerbliche Teil: In Fachmärkten und Lebensmittelbetrieben am Ortsrand von Barkhausen, in Kantinen und in der Ausflugsgastronomie am Denkmal geht es um Schaben, und dort muss die Bekämpfung lückenlos dokumentiert sein. Wo Betten häufig wechseln — Gästezimmer, Ferienwohnungen an den Wanderwegen, Monteurunterkünfte — sind Bettwanzen das Thema.