Eidinghausen liegt im Norden von Bad Oeynhausen, zwischen der Kernstadt mit ihrem Kur- und Klinikgebiet und dem Südhang des Wiehengebirges. Es ist einer der einwohnerstärksten Stadtteile der Stadt und war bis zur kommunalen Neugliederung eine eigenständige Gemeinde im Amt Rehme; seit dem 1. Januar 1973 gehört es zur heutigen Stadt Bad Oeynhausen. Geblieben ist die gewachsene Struktur: ein Ortskern mit Kirchengemeinde, Grundschule, Kindergärten und Nahversorgung entlang der Durchgangsstraßen, darum herum Siedlungsbau der fünfziger bis achtziger Jahre mit Ein- und Zweifamilienhäusern, großen Gärten, Garagen und Carports, dazwischen einzelne Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen. Nach Norden steigt das Gelände zum Kamm des Wiehengebirges an, wo Bergkirchen und der Wittekindsweg liegen — dort lösen sich die Straßenzüge in Streusiedlung auf: Hofstellen mit Scheunen und Nebengebäuden, Weiden, Streuobst, Kleintierhaltung, Waldrand. Kleine Bäche und Gräben entwässern den Hang nach Süden in Richtung Werre. Im Westen grenzt Volmerdingsen an, im Osten Dehme und Rehme an der Weser, im Süden die Kernstadt, südwestlich Werste. Handwerk, Gartenbau, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie Nahversorger sitzen überwiegend an den Hauptstraßen.
Für die Schädlingsbekämpfung ergibt sich daraus ein anderes Muster als im Kurgebiet der Kernstadt. Nicht die Kanalisation ist hier der Haupteinfallsweg, sondern der Hang und die Fläche: Marder nutzen Gehölzränder, Obstbäume und Spaliere als Zuweg aufs Dach, Feld- und Hausmäuse kommen von Weide und Ackerrand ans Gebäude, Wanderratten folgen Gräben, Kompostplätzen und Futterlagern bis an die Hofstellen. Die Siedlungshäuser bringen ihre eigenen Schwachstellen mit — außenliegende Rollladenkästen, weit auskragende Dachüberstände, nachträglich gedämmte Dachschrägen, Lichtschächte ohne Gitter und Leitungsdurchführungen, die im Lauf der Jahrzehnte gebohrt und nie sauber verschlossen wurden. In alten Hofstellen und Fachwerkbauten kommen offene Balkenlagen, verbautes Nadelholz und Futterlager dazu, in Mehrfamilienhäusern, Betriebsküchen und Gemeinschaftseinrichtungen gelegentlich Schaben, in möblierten Zimmern und Gästewohnungen eingeschleppte Bettwanzen. Deshalb geht unser Schädlingsbekämpfer in Eidinghausen fast immer zuerst die Gebäudehülle, den Dachraum und die Lagerbereiche ab und spricht erst danach über Bekämpfungsmittel.