Rehme ist der flächengrößte Stadtteil von Bad Oeynhausen: rund 7.900 Menschen auf 9,59 Quadratkilometern, also etwa 820 Einwohner je Quadratkilometer — deutlich lockerer bebaut als die Kernstadt und zugleich ausgedehnter. Erstmals genannt wird der Ort 753 in den fränkischen Reichsannalen, damit gehört Rehme zu den ältesten urkundlich belegten Siedlungen der Region. Bis zum 31. Dezember 1972 war Rehme eine eigenständige Gemeinde und wurde erst mit der kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1973 nach Bad Oeynhausen eingemeindet. Der romanische Kern der Laurentiuskirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück und markiert bis heute den historischen Dorfmittelpunkt. Geografisch liegt Rehme südlich des Wiehengebirges und westlich der Weser, im Osten grenzt Porta Westfalica an, im Süden Vlotho. Genau hier mündet die Werre in die Weser; die Auelehmböden der Talsohle machen den Hochwasserschutz zum Dauerthema. Prägend sind außerdem das Autobahnkreuz Bad Oeynhausen mit A 2 und A 30, die Bundesstraßen B 61 und B 514, die Weserbrücke, ein rund 45 Hektar großes Gewerbegebiet, die Grundschule Rehme-Oberbecksen mit drei Kindergärten sowie die Klinik- und Kurlage bei Bad Oexen. Dass Bad Oeynhausen überhaupt Bad heißt, geht auf die Salzquellen zurück, deren Erkundung 1751 auf Anordnung Friedrichs des Großen begann — im Rehmer Talgrund.
Für die Schädlingsbekämpfung ergeben sich daraus drei klar unterscheidbare Baustellen. In der Aue geht es um Wasser und Untergrund: Uferböschungen, Grabensysteme, Regenwassereinläufe und grundwassernahe Keller bilden eine durchgehende Linie, auf der sich Wanderratten bewegen; wo Rückstauklappen fehlen oder Bodenabläufe offen liegen, kommen die Tiere im Gebäude an. Im alten Dorfkern rund um die Laurentiuskirche und in den Hofanlagen der Randlagen steht die Bausubstanz im Vordergrund: Fachwerk mit verdeckten Balkenköpfen, Scheunen und Remisen mit ungeschütztem Bauholz, Dachräume mit vielen Zugängen — hier melden sich Holzschädlinge, Mäuse und Marder häufiger als in jedem Neubaugebiet. Und im Gewerbegebiet am Autobahnkreuz sowie in den Küchen- und Sozialbereichen der Klinik- und Beherbergungsbetriebe geht es um dokumentiertes Monitoring an Toren, Rampen und Lagerflächen, weil dort täglich Ware und Personal ein- und ausgehen. Weil in Rehme zwei Wege gleichzeitig offenstehen — von unten aus Kanal und Flussböschung, von außen über Feld, Hof und Gebäudehülle — geht unser Schädlingsbekämpfer beide ab: erst Kellerabgänge, Lichtschächte, Rückstauklappen und Leitungsdurchführungen, dann Dach, Traufe, Scheune und Anbauten. Erst danach sprechen wir über Bekämpfungsmittel. Das ist der Unterschied zwischen einer einmaligen Behandlung und einem Befall, der im nächsten Herbst wiederkommt.