Bad Oeynhausen zählt rund 52.000 Einwohner auf knapp 65 Quadratkilometern und ist nach Minden die zweitgrößte Stadt im Kreis Minden-Lübbecke. Die Stadt liegt im Werretal zwischen dem Wiehengebirge im Norden und dem Lipper Bergland im Süden; im Ortsteil Rehme mündet die Werre in die Weser. Zwischen Fluss, Auenwiesen und Hanglagen wechseln sich dichte Wohnquartiere und offene Feldflur auf kurzer Distanz ab — und beides bringt jeweils eigene Mäusearten mit. In den ländlicheren Ortsteilen am Fuß des Wiehengebirges, etwa Wulferdingsen, Volmerdingsen oder Bergkirchen, beginnt die Hauptsaison mit der Ernte: Sobald die Felder abgeräumt sind und die ersten kalten Nächte kommen, ziehen Wald- und Feldmäuse in Scheunen, Garagen, Keller und Gartenhäuser.
Der zweite Faktor ist die gewachsene Kurstadt. Der rund 26 Hektar große Kurpark wurde zwischen 1851 und 1853 nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt; ringsum stehen Altbauten und Kurbauten mit Holzbalkendecken, verbundenen Kellern und nachträglich gezogenen Installationsschächten. Ein solches Hohlraumsystem ist für die Hausmaus ideal, weil sie sich darin über Etagen und teils über Wohnungsgrenzen hinweg bewegt: Ein Nest im Erdgeschoss und Geräusche im zweiten Stock sind hier kein Widerspruch. Dazu kommen Hotellerie, Gastronomie sowie Klinik- und Reha-Einrichtungen — Bad Oeynhausen ist unter anderem Sitz des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen — mit Großküchen, Anlieferzonen und Müllstandsplätzen. Für die Mäusebekämpfung Bad Oeynhausen heißt das: Eine Behandlung an einer einzigen Adresse greift zu kurz, wenn Nachbarkeller, Schacht oder Anlieferung mit angeschlossen sind.