Bad Oeynhausen ist mit rund 50.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Kreis Minden-Lübbecke und liegt im Werretal zwischen dem Wiehengebirge im Norden und dem Lipper Bergland im Süden. Die Werre mündet im Ortsteil Rehme in die Weser — genau dieser Gewässerknoten prägt die Schädlingslage. Feuchte Auenwiesen, Altarme, Entwässerungsgräben und lehmig-sandige, leicht grabbare Uferböden bieten Wanderratten nahezu ideale Bedingungen. Von den Böschungen aus führen Laufwege in angrenzende Gärten, Kleingartenanlagen und Hinterhöfe, und dort beginnt für die meisten Betroffenen die Geschichte.
Der zweite Faktor ist die Kurstadt selbst. Das Staatsbad geht auf eine Thermalbohrung zurück, die zwischen 1830 und 1845 niedergebracht wurde; um 1850 gründete Carl Freiherr von Oeynhausen den Ort Neusalzwerk, aus dem das spätere Staatsbad hervorging. Der Jordansprudel gilt als größte kohlensäurehaltige Thermalquelle der Welt, der rund 26 Hektar große Kurpark wurde zwischen 1851 und 1853 nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt. Rund um den Kurbereich stehen dicht bebaute, gewachsene Quartiere mit verbundenen Altbaukellern, dazu Hotellerie, Gastronomie sowie Klinik- und Reha-Einrichtungen mit Großküchen, Anlieferzonen und Müllstandsplätzen. Dort laufen Meldungen typischerweise nicht über die Fläche, sondern über Kanal, Hausanschluss und Abfalllogistik zusammen — und eine Behandlung an einer einzigen Adresse greift zu kurz, wenn der Nachbarkeller mit angeschlossen ist.
Zwischen den Ortsteilen unterscheidet sich das Bild deutlich. Innenstadt, Lohe, Oberbecksen und Rehme liegen südlich der Werre, die übrigen Ortsteile nördlich davon. In den ländlicher geprägten Lagen am Fuß des Wiehengebirges kommen die Tiere meist über die Fläche von außen: von Kompost, Futterstellen, Ställen und Nebengebäuden. In den dichteren Wohnquartieren wie Werste und Eidinghausen dominiert der Weg über Kanal, Hausanschluss und Müllstandsplatz. Entsprechend anders liegen Köder- und Monitoringpunkte.